Hallo Ihr beiden,
also meiner Meinung nach würde ich mir auf keinen Fall jetzt irgenwelche Bücher kaufen, um irgendwas anzulesen. Das ist aus folgenden Gründen unsinnig:
- Die ersten Semebeschäftigen sich viel mit Grundlagen. Um dort absolut auf alles vorbereitet zu sein, müßtet ihr euch ein ausführliches Chemie-Buch, eine auführliches Mathebuch, ein spezielles Statistik-Buch, Anatomie-Bücher, Physiologie-Bücher, Endokrinologie-Bücher, Soziologie-Bücher, Psychologie-Bücher, VWL-Bücher, BWL-Bücher... zulegen - nur um mal eine Auswahl zu nennen, mit denen ich in den ersten 4 Semestern gearbeitet habe.
Die habe ich aber nicht gekauft, sondern mir bei Bedarf ausgeliehen, und auch nur das gelesen, was relevant war (und nicht noch das ganze Drumrum - das wäre viel zu viel...)
- Die Lehre der Ernährungswissenschaften ändert sich meiner Erfahrung nach stündlich. Naja, vielleicht nicht ganz, aber das, was ich am Anfang meines Studiums gelernt habe, kann ich zum Teil schon wieder vergessen, weil es schlicht falsch ist. Problematisch ist aber, das nicht-wissenschaftliche Bücher und Zeitschriften dies nicht erkennen, und oftmals veraltete Ansichten vertreiben. Deswegen kann man auf keinen Fall zu nicht-wissenschaftlicher Literatur raten, denn die Gefahr, dass da Müll drin steht, ist relativ hoch.
- Sogar die wissenschaftlichen Bücher sind oft veraltet - da sie nur alle paar Jahre neu aufgelegt werden oder nicht vernünftig überarbeitet werden. Gutes Beispiel: "Ernährung des Menschen" vom Leitzmann. Jetzt ist zwar eine enue Ausgabe draußen (seit letztem Jahr), davor stand aber Ewigkeiten das alte Zeugs drin, auch wenn man das Buch neu gekauft hat.
- Zeitschriften, die für Laien zu verstehen sind, bringen euch im Studium wenig weiter. Zeitschriften, die wirklich interessan sind, versteht man am Anfang noch nicht. Ihr könnt euch trotzdem gerne die Ernährungsumschu abonnieren, die frage ist nur, ob ihr Geld für etwas ausgeben wollt, was ihr kostenlos über die UB bekommen könnt, und ob euch das jetzt soviel bringt...
Fazit: Kauft euch maximal das, was euch Profs und Dozenten empfehlen in den ersten Vorlesungen. Aber wirklich maximal, weil oft auch das schon zu ausführlich ist. legt euch im laufe eures Studiums 3 oder 4 wirklich gute Fachbücher an, aber erst, wenn ihr die Materie beurteilen könnt. Vor dem Studium ist es glaube ich ausreichend, wenn man ab und zu z.b. auf
www.dge.de guckt, da stehen aktuelle Infos (wenn man up to date bleiben/sein will). Falls euch Freunde und Familie schon ab der ersten Studiums-Woche mit Fragen zu ihrer Spezialernährung löchern oder zu Inhaltsstoffen, die ihr nicht kennt, sind die einzigen 2 Bücher, die dafür zu empfehlen sind:
Brockhaus der Ernährung
Taschenatlas der Ernährung
Beide muss man aber nicht vor Beginn seines Studiums durchgelesen haben. Ich denke, das Beste ist wirklich, es einfach auf einen zu kommen zu lassen. Der Stoff wird irgendwann so speziell, dass euch das gesunde halbwissen, was ihr euch vor Beginn des Studiums angelesen habt, sowieso nix mehr bringt.
Falls es andere Meinungen gibt, ich bin gespannt, diese zu hören!!
Gruß aus Hessen,
Steffi