Hallo Anja!
Ich bin der Meinung, dass es keine gesunden Lebensmittel gibt. Allein schon von der Formulierung her kann es keine "gesunden" Lebensmittel geben (oder können Lebensmittel "krank" sein?).
Abgesehen von dieser Spitzfindigkeit finde ich eine Bewertung schwierig.
In Zwetschgen ist mehr (Frucht)Zucker enthalten als in Zitronen. Sind Zwetschgen daher weniger gesundheitsförderlich? Man müsste nach der Aussage von Herrn Erbersdobler dann jeden einzelnen Inhaltsstoff bewerten und das halte ich einfach nicht für praktikabel. Der Aufwand wird riesengross sein, denn jedes einzelne Lebensmittel müsste bewertet werden, dann jede einzelne Zubereitungsart, die Verluste an Nähr- und Vitalstoffen, die bei der Zubereitung entstehen usw.
Und wass ist dann, wenn ein Hersteller seinen Produkten "positive" Inhaltsstoffe zusetzt? Ein mögliches Beispiel: einer Süssigkeit Vitamine zusetzen. Sinkt dann der Punktwert des Produktes, so dass es als "gesund" gilt?
Es ist demnach wesentlich schwieriger, als einfach mal eben so alle Lebensmittel zu bewerten. Regeln müssten aufgestellt werden, wann was wie bewertet wird und dann müssten auch noch alle Europäischen Nationen zusammenarbeiten. Da kommen dann natürlich unterschiedliche Ansichten zusammen, die auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen. Und kostenfrei wird das Ganze auch nicht ablaufen. In Anbetracht dessen denke ich, dass die Idee von Herrn Erbersdobler zunächst ganz nett klingt, aber in der Praxis nicht durchführbar.
Grüsse Bine[Bearbeitet am: 21/7/2005 von Bine]