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Hallo Iris!
Danke für die sehr ausführlichen Antworten.
Zitat:
Ich selbst würde aber nicht in einem Bereich arbeiten wollen, der sich mit meinen Ansichten nicht vereinbaren läßt. D.h., ich würde nicht in einem nicht-veganen Betrieb oder in der Beratung arbeiten, außer diese wäre ausschließlich vegan möglich (es gibt auch vegane Ernährungsberatung bzw. vegane ErnährungsberaterInnen). Wobei der Bereich der Beratung ohnehin nicht das ist, was mich interessiert.
Gut, aber was machst Du, wenn Du in Deinem favorisierten Bereich nichts findest? Das ist ja nun (leider) ein aktuelles Problem.
Zitat:
Ich weiß jetzt nicht, ob Du Dich mit der Gesamtbevölkerung auf die ganze Welt beziehst. Um Lebensmittelverteilung bzw. die weltweite Versorgung mit Lebensmitteln wäre es jedenfalls besser bestellt, wenn nur noch vegan produziert und gegessen würde. Stichwort Getreide, das in sog. Entwicklungsländern angebaut wird, um es u.a. nach Deutschland zu importieren, um hier damit Tiere zu ernähren, anstatt daß es dort, wo es angebaut wird, direkt gegessen wird. Es gibt Rechnungen, nach denen alle Menschen problemlos ernährt werden könnten, wenn nur noch vegan produziert würde. Der Zusammenhang zwischen "Fleisch" und dem Welternährungsproblem wird wohl jedem und jeder etwas sagen (wobei dieser Zusammenhang auch auf andere Tierausbeutungsprodukte zutrifft). Selbstverständlich wäre es fatal, etwas so komplexes wie das Welternährungsproblem nur unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten, da hier viele Faktoren einwirken wie z.B. die Machtinteressen von Konzernen (d.h. auch wenn genügend Nahrung für alle da wäre, würde von Seiten dieser kein Interesse daran bestehen, sie auch gerecht zu verteilen).
Ja, ich hatte mich auf die Weltbevölkerung bezogen. Interessant ist, dass bereits im BioUnterricht in der Schule gelehrt wird, dass die Energiebilanz (der Produktion) positiver ist, wenn man pflanzliche Produkte verzehrt, also z.B. das Gras sofort verzehrt, anstatt es erst durch das Rind gehen zu lassen (man ausser Acht gelassen, dass Menschen kein Gras verdauen können). Da wird es kurz erwähnt, aber das wars dann auch schon.
Eine gerechte Nahrungsmittelverteilung wird es sicher nie geben, es gibt ja schon Szenarien, die besagen, dass es in Zukunft Krieg um Trinkwasser geben wird. Da kann aber meiner Meinung nach auch eine vegane Ernährung nicht viel ausrichten, denn die politischen und anderen Interessen werden wohl überwiegen.
Zitat:
Naja, ich denke nicht, daß jemand Oecotrophologie, Medizin o.ä. studiert haben bzw. studieren muß, um hier mitreden zu können/zu dürfen, handelt es sich doch größtenteils um ethische Fragen, zu denen JedeR einen Standpunkt hat.
Es wäre allerdings sehr erfreulich, wenn gerade die Oecotrophologie dem Veganismus endlich (mehr) Beachtung schenken würde, da er dort ziemlich ignoriert oder als sehr riskante "alternative Ernährungsform" behandelt wird. Ich finde es schon ziemlich eigenartig, wenn in dem Bereich Studien, die schon vor 20 Jahren gemacht wurden, bis heute nicht bekannt sind oder aber ignoriert werden.
Erst vor kurzem hieß es in einer Vorlesung, "Menschen, die sich Vegetarier nennen", würden ihre B12-Versorgung mit Algen decken. Dabei haben Studien schon vor einigen Jahren ergeben, daß Algen (so wie Hefe, Sprossen, best. Pilze und anderes, was immer wieder genannt wird) lediglich (inaktive) Vitamin B12-Analoga enthalten. Das finde ich schon seltsam, daß längst Überholtes immer weiter verbreitet wird.
Da stimme ich Dir zu. Leider ist das überall so. Das Gleiche gibt es auch bei Studien, die festgestellt haben, dass Fettverzehr in moderater Art und Weise nicht schädlich ist, also pro Fett- und Eiweissverzehr und für geringeren Kohlehydratverzehr (ich spreche jetzt nicht von Atkins) und dass dieses auch nicht zu einer Gewichtserhöhung führen muss. Es wurden fundierte Studien dazu durchgeführt und schon gab es Proteste von der "anderen" Seite und einige Studien, die das Gegenteil beweisen sollten, also pro Kohlehydratverzehr und contra Fettverzehr wurden angestrengt. Bloss nicht zugeben, dass man sich geirrt haben könnte oder das die anderen was Wichtiges entdeckt haben. Leider ist das in der Wissenschaft noch sehr weit verbreitet. Die Schienen sind eingefahren, es herrschen Dogmatiker vor und wehe, es wagt jemand, was ganz anderes zu behaupten oder herauszufinden. Gerade da muss man immer weiter dran arbeiten (steter Tropfen höhlt den Stein), um diese festgefahrenen Strukturen zu verändern.
Ich finde dennoch, dass man sich in seinem Fach auskennen sollte, um an der Diskussion teilzunehmen. Es gibt soviel Quatsch, gerade im Bereich Veganismus/Vegetarismus und besonders die der esoterischen Schiene, dass man sich nur schütteln kann. Durch solche Personen, die eigentlich keine Ahnung haben, sondern nur ihren Standpunkt den anderen aufzwingen wollen, hat dieser Bereich meiner Meinung nach ebenfalls sehr gelitten. Die Emotionen kochen gerade dort besonders hoch, man braucht sich ja nur die einschlägigen Seiten anzuschauen.
Ich bin für eine sachliche Diskussion und lasse mich auch gerne mal vom Gegenteil überzeugen, aber dann bitte fundiert und nicht, weil jemand dieser Meinung ist, aber nichts belegen kann. "Das ist so und damit basta!" - solche Standpunkte haben für mich in einer Diskussion nichts zu suchen.
Übrigens, der Bezeichnung "alternative Ernährungsformen" hängt meiner Meinung nach an sich schon ein Teil Missachtung an. Vielfach wird Veganismus/Vegetarismus als Glaubensfrage dargestellt. Aber auch religiös oder krankheitsbedingte Ernährungsformen werden oft "abgestempelt" und nicht differenziert betrachtet.
Ich kann echt nur lachen über das was "Vwganerin" schreibt! Vielleicht sollte man sich Dinge richtig durchlesen, bevor man sich dazu äußert! Außerdem scheinst du sehr wenige Ahnung vonEvolution zu haben. Naja, schade, wenn man keine fremden Meinungen zulässt. Das finde ich sehr engstirnig
Gut, aber was machst Du, wenn Du in Deinem favorisierten Bereich nichts findest? Das ist ja nun (leider) ein aktuelles Problem.
darüber mache ich mir jetzt ehrlich gesagt noch nicht solche Gedanken. Ich habe ja dieses Semester erst mit dem Studium angefangen. Bis ich fertig bin, dauert es mindestens 4-5 Jahre. Bis dahin kann sich der Markt (der veganen Lebensmittelproduktion) schon sehr verändert haben. Es entstehen schon immer mehr vegane Firmen.
Zitat:
Ja, ich hatte mich auf die Weltbevölkerung bezogen. Interessant ist, dass bereits im BioUnterricht in der Schule gelehrt wird, dass die Energiebilanz (der Produktion) positiver ist, wenn man pflanzliche Produkte verzehrt, also z.B. das Gras sofort verzehrt, anstatt es erst durch das Rind gehen zu lassen (man ausser Acht gelassen, dass Menschen kein Gras verdauen können). Da wird es kurz erwähnt, aber das wars dann auch schon.
Eine gerechte Nahrungsmittelverteilung wird es sicher nie geben, es gibt ja schon Szenarien, die besagen, dass es in Zukunft Krieg um Trinkwasser geben wird. Da kann aber meiner Meinung nach auch eine vegane Ernährung nicht viel ausrichten, denn die politischen und anderen Interessen werden wohl überwiegen.
Das habe ich ja auch schon angedeutet. Nur ist es eben nicht so, daß die Verteilung von Nahrungsmitteln sich verschlechtern würde, wenn nur noch vegan produziert würde, sondern eher im Gegenteil.
Zitat:
Da stimme ich Dir zu. Leider ist das überall so. Das Gleiche gibt es auch bei Studien, die festgestellt haben, dass Fettverzehr in moderater Art und Weise nicht schädlich ist, also pro Fett- und Eiweissverzehr und für geringeren Kohlehydratverzehr (ich spreche jetzt nicht von Atkins) und dass dieses auch nicht zu einer Gewichtserhöhung führen muss. Es wurden fundierte Studien dazu durchgeführt und schon gab es Proteste von der "anderen" Seite und einige Studien, die das Gegenteil beweisen sollten, also pro Kohlehydratverzehr und contra Fettverzehr wurden angestrengt. Bloss nicht zugeben, dass man sich geirrt haben könnte oder das die anderen was Wichtiges entdeckt haben. Leider ist das in der Wissenschaft noch sehr weit verbreitet. Die Schienen sind eingefahren, es herrschen Dogmatiker vor und wehe, es wagt jemand, was ganz anderes zu behaupten oder herauszufinden. Gerade da muss man immer weiter dran arbeiten (steter Tropfen höhlt den Stein), um diese festgefahrenen Strukturen zu verändern.
Ich bezweifle, daß das innerhalb des Studiums überhaupt großartig möglich ist, aber ich bin ja auch erst im 1. Semester, wo es erstmal ja sowieso kaum um Ernährung geht.
Zitat:
Ich finde dennoch, dass man sich in seinem Fach auskennen sollte, um an der Diskussion teilzunehmen. Es gibt soviel Quatsch, gerade im Bereich Veganismus/Vegetarismus und besonders die der esoterischen Schiene, dass man sich nur schütteln kann. Durch solche Personen, die eigentlich keine Ahnung haben, sondern nur ihren Standpunkt den anderen aufzwingen wollen, hat dieser Bereich meiner Meinung nach ebenfalls sehr gelitten. Die Emotionen kochen gerade dort besonders hoch, man braucht sich ja nur die einschlägigen Seiten anzuschauen.
Ich bin für eine sachliche Diskussion und lasse mich auch gerne mal vom Gegenteil überzeugen, aber dann bitte fundiert und nicht, weil jemand dieser Meinung ist, aber nichts belegen kann. "Das ist so und damit basta!" - solche Standpunkte haben für mich in einer Diskussion nichts zu suchen.
Sicher sollten sich Leute schon einigermaßen auskennen, bevor sie z.B. Empfehlungen hinsichtlich der Versorgung mit Nährstoffen geben. So finde ich es z.B. unverantwortlich, wenn VeganerInnen darauf beharren, daß eine möglichst "natürliche" Ernährung anzustreben sei und somit jegliche Supplementierung von vornherein abgelehnt wird und stattdessen wieder und wieder auf die angeblichen B12-Qullen Sauerkraut, Lopino, Spirulina, Bier oder was auch immer verwiesen wird. Leider gibt es auch viele VeganerInnen, die Rohkost als die erstrebenswerteste Ernährung schlechthin ansehen und anstreben und diese jedem und jeder empfehlen.
Diese dadurch entstehende Assoziation mit Rohkost oder Esoterik finde ich sehr ärgerlich.
Ich kann echt nur lachen über das was "Vwganerin" schreibt! Vielleicht sollte man sich Dinge richtig durchlesen, bevor man sich dazu äußert! Außerdem scheinst du sehr wenige Ahnung vonEvolution zu haben. Naja, schade, wenn man keine fremden Meinungen zulässt. Das finde ich sehr engstirnig
Von Dir aus kann ich bisher keinerlei qualifizierte Argumente oder auch nur ein Eingehen auf meine Beiträge erkennen. Du schreibst nur zum wiederholten Mal, daß es lächerlich sei, was ich schreibe.
Wüßte auch nicht, was ich mir nicht richtig durchgelesen haben sollte. Ich wage es mal zu behaupten, daß ich mich mit dem Thema vegane Ernährung sehr viel intensiver beschäftigt habe als Du. Du behauptest einfach, ich würde keine fremden Meinungen zulassen und wäre engstirnig - das kann ich dankend zurückgeben. :-) Die "Meinung", daß eine vegane Lebensweise sehr gut möglich ist (abgesehen davon, daß sie die einzige Möglichkeit ist, nichtmenschliche Tiere zu respektieren anstatt sie auszubeuten), willst Du offenbar überhaupt nicht zulassen. Ist das nicht engstirnig? ;-)
Ich labere nicht irgendwas daher, was ich mir aus den Fingern gesaugt habe, sondern verweise auf Literatur und Quellen im Internet (vermutlich lehnst Du es ab, Dich auf diesen "engstirnigen" Seiten zu informieren).
Die vegane Bewegung ist nun schon 60 Jahre alt und hat weltweit Unzählige VeganerInnen hervorgebracht. WissenschaftlerInnen haben sich mit den gesundheitlichen Aspekten beschäftigt, Studien durchgeführt, ... das komplett zu ignorieren und als lächerlich zu bezeichnen, ist m.E. äußerst engstirnig.
Ich finde es schon sehr interesant, dass du in meine Aussage hineininterpretierst, dass ich keine anderen Meinungen zulasse. Ich habe lediglich gesagt, dass ich es bedenklich finde, eine solche Meinung zu propagieren. Ob du sie hast oder nicht, das ist mir doch sowas von egal!
Und meine Aussage, dass du meine Antwort nicht durchliest bezog sich nur auf dein "Daß Menschen sich als die "Herren der Welt" aufspielen?". Ich kann das leider nirgends wiederfinden und es entspricht nicht meiner Einstellung.
Leider wurde hier immer noch nicht sehr viel dazu gesagt, wie es sich denn damit verhält nicht-vegane Sachen im Studium verrichten zu müßen oder welche Alternativen es dazu gibt.
Es sind bei einem Studium immer Praktika vorgesehen. Da muß man sicherlich das ein oder andere Reagenzgläßchen schwingen.
Sind bei verschiedenen praktisch orientieren Übungen Gewebe tierischer Herkunft obligatorisch, oder kann man dem durch Alternativen entgehen?