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Alt 21.05.2006, 20:19   Reizmagen... was tun?:-/ Beitrag #1
Yosei
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 21.05.2006
Beiträge: 2
Unglücklich Reizmagen... was tun?:-/

Hallo...

Ich bin 21 Jahre alt, weiblich und habe das sogenannte 'Reizdarmsyndrom', weshalb ich schon Unmengen Ärzte konsultiert habe, von denen mir keiner so recht helfen kann. Oder wenigstens nicht über einen längeren Zeitraum. Eigentlich ist das wirklich kein Thema, über das ich gern spreche.. aber ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter; deshalb dachte ich, es einmal online zu versuchen, schadet ja nicht? Ich hoffe, damit niemanden zu nerven

Das Problem ist also folgendes: Magenprobleme hatte ich eigentlich schon immer, genauso wie Untergewicht. In meinem Fall sind das bei einer Größe von 1.68m 48-49 kg. Allerdings ist das nicht so, weil ich gern faste... ganz im Gegenteil :-/ Aber momentan habe ich z.B. mal wieder 50kg in den Semesterferien, worüber ich eigentlich glücklich wäre, hätte ich nicht diese fiesen Bauchschmerzen und wäre ständig 'aufgebläht'. Mir wurde gesagt, dass das vermutlich an einer Lebensmittelunverträglichkeit liegt, und ich reagiere tatsächlich ein wenig auf Milchzucker. Was natürlich nicht heißt, dass meine Beschwerden nach dem Umstieg auf Sojaprodukte in irgendeiner Form nachgelassen hätten. Hm.
Eventuell könnte es an meinen Ernährungsgewohnheiten liegen? Oder welche Indikatoren gibt es noch? Das falsche Essen dürfte es nicht sein.. Rohkost z.B. meide ich größtenteils, fettes Zeug auch (ok, ja, bis auf Schokolade in Maßen), Ballaststoffe hab ich ausreichend... nun, wie gesagt, ich bin mit meinem Latein am Ende...

Falls jemand Erfahrung mit derartigen Problemen hat oder mir Tipps geben kann, wäre ich echt dankbar...

Viele Grüße,
Yosei
Yosei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2006, 17:28   Reizmagen... was tun?:-/ Beitrag #2
reis
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Registriert seit: 22.05.2006
Beiträge: 1
Standard

Hallo, also ich bin keine Ernährungswissenschaftlerin oder so, aber ich kenne eine Freundin, die hatte genau die gleichen Symptome wie du gehabt!
Es hat sich bei ihr herausgestellt, dass sie kein Gluten verträgt, welches in Mehl enthalten ist. Vielleicht hast du ja auch eine Gluten-Intoleranz??
reis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2006, 01:23   Reizmagen... was tun?:-/ Beitrag #3
Yosei
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Registriert seit: 21.05.2006
Beiträge: 2
Standard

Gluten? Hm... möglich ist alles*g* Aber ich weiß auch nicht, in welchen Lebensmitteln das enthalten ist... :-/
Yosei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.05.2006, 10:40   Reizmagen... was tun?:-/ Beitrag #4
Nico
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 10.08.2003
Beiträge: 134

Meine Hochule:
Uni Kiel
Status:
Absolventin
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Standard Gluten

Gluten ist vor allen Dingen in Mehl enthalten und in allen Produkten, die Mehl enthalten (sind ja also nicht wenige). Es ist u.a. in Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Emmer, Einkorn und Kamut enthalten.

Hier ein kleiner Beitrag aus Wikipedia:
Glutenunverträglichkeit

Bei normaler Verdauung ist Gluten ungefährlich, aber bei glutenempfindlichen Menschen wird die Dünndarmschleimhaut geschädigt, so dass keine normale Verdauung mehr möglich ist.

Typische Anzeichen für eine Glutenunverträglichkeit (Fachausdruck: Zöliakie, Sprue oder glutensensitive Enteropathie) sind Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und ständiger Durchfall.

Auch bei Psoriasispatienten kann eine Glutenempfindlichkeit bestehen, die sich negativ auf ihre Erkrankung auswirkt. Sie geht hier in der Regel nicht mit den typischen Magen-Darm-Beschwerden einher und bleibt daher oft unentdeckt. Durch eine Blutuntersuchung kann eine Glutenempfindlichkeit nachgewiesen werden.

Es gibt keine Medikamente, die gegen Glutenunverträglichkeit eingenommen werden können. Die einzig mögliche Therapie ist eine lebenslang einzuhaltende Diät, bei der auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet wird. Bei vollständigem Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel (glutenfreie Diät) bilden sich die Krankheitserscheinungen nach einiger Zeit zurück.

Weiterhin scheint es, dass manche Menschen Gluten (ebenso wie auch Kasein, d.h. Milcheiweiß) nicht vollständig verdauen können, und dass die in diesem Fall zurückbleibenden unverdauten Peptide, auch Exorphine genannt, auf das Gehirn und Nervensystem dieser Menschen eine opioidartige Wirkung entfalten. Die Folgen sind offenbar Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Depression, krankhafte Abneigung gegen soziale Kontakte, verminderte Schmerzempfindung, allgemein verarmtes Gefühlsleben, chronische Verstopfung etc. (eben die typischen Opioid-Wirkungen), wobei die Schwere der Wirkungen variiert. Auch für Autismus ist dieser Effekt als eine von mehreren möglichen Ursachen im Verdacht. Diese Theorie wird zwar durch einige Experimente nahegelegt, ist jedoch noch keineswegs bewiesen. Betroffene können sich bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft in Stuttgart über ein Leben mit dieser Krankheit im Alltag informieren.

Vielleicht hilft dir das ein wenig weiter,....

VG, Nico
Nico ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2006, 17:43   Reizmagen... was tun?:-/ Beitrag #5
Inge Obermeier
Benutzer
 
Registriert seit: 02.11.2005
Beiträge: 38
Standard

Zitat:
Zitat von Yosei
Hallo...

Ich bin 21 Jahre alt, weiblich und habe das sogenannte 'Reizdarmsyndrom', fiesen Bauchschmerzen und wäre ständig 'aufgebläht'. Mir wurde gesagt, dass das vermutlich an einer Lebensmittelunverträglichkeit liegt, und ich reagiere tatsächlich ein wenig auf Milchzucker. Viele Grüße,
Yosei
Hallo Vosei,

zur Lactoseintolleranz folgendes:
1.Lactoseintoleranz (Mangel des Milchzuckerenzyms)
Ursprünglich haben alle Menschen Milchprodukte nicht vertragen.
Erst als unsere Vorfahren vor etwa zehn- bis zwölftausend Jahren begannen,
Rinder und Ziegen zu melken, konnte sich eine geringfügige Mutation verbreiten.
Diese sorgte dafür, dass die Träger des veränderten Gens ohne Schwierigkeiten
Milch und Milchprodukte verdauen konnten.
Vor allem in winterkalten Gebieten,
die während der frostigen Jahreszeit keine ausreichende pflanzliche Ernährung ermöglichten,
erwies sich dies als erheblicher Selektionsvorteil.

Lactase-mangel-syndrom

Milchzuckerspaltung unmöglich.

Laktose ist Milchzucker es ist ein Disaccarid und besteht
aus einem Molekül
- Glucose. (Traubenzucker) und einem Molekül
- Galaktose (Schleimzucker).

Das Enzym Lactase spaltet normalerweise das Disaccarid
Lactose in:
Glucose und Galaktose im Dünndarm.
Dies funktioniert nicht und führt zu Blähungen und Gärungsdurchfällen.

In diesem Falle sollten nur Sauermilch und deren Produkte getrunken und verzehrt werden,
weil die Lactose der (Milchzucker) wird von den Milchsäurebakterien:
-Streptokokken (Streptococcus thermophilus)
-Milchsäurestäbchen (Lactobacillus bulgaricus)
abgebaut zu Sauermilch.

Es gibt folgende Sauermilchprodukte die bei der Lactoseintoleranz verzehrt werden dürfen:
- Joghurt
- Dickmilch
- Kefir
- Quark
- Hüttenkäse
- Harzer-, und Mainzerkäse,
- Hand-, Korb-, Spitzkäse
- Stangen-, Bauernhandkäse,
- Olmützer.

Es kann aber auch Stress, Psychostress Verdauungsbeschwerden hervorrufen.
Nach Antibiotikabehandlungen reagieren manche Menschen mit den Symptomen. Nahrungsmittel -Unverträglichkeiten
(Alkohol, Fett, Fruchtzucker) können ebenfalls vorliegen.

Eine Unverträglichkeit von Getreideeiweiß Zöliaklie oder auch Sprue=>(Gluten) kann auch hinter den Beschwerden stecken.

Gute Besserung

liebe Grüße

I.Obermeier
Inge Obermeier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2006, 18:08   Reizmagen... was tun?:-/ Beitrag #6
Inge Obermeier
Benutzer
 
Registriert seit: 02.11.2005
Beiträge: 38
Standard

Hallo Yosei,

Es gibt auch noch andere allergische Reaktionen in Bezug auf Milchprodukte, aber da ist auch Juckreiz..mit im Spiel.

1.)Kuhmilcheiweißallergie

Es gibt folgende Milcheiweißstoffen in der Milch:
-Caseinogen
-Lactalbumine
-Lactglobuline worauf Du allergisch reagieren kannst,
bei Milcheiweißintoleranz.

Milch ist auch noch in vielen anderen LM verarbeitet,
wenn auch manchmal nur im geringen Anteil in versteckter Form.

Kasein Milchallergie
Vorkommen in der Milch von
- Schaf,
- Ziege,
- Stute.

Eine Vorbeugung der Milcheiweißallergie ist nur durch vollkommenen Verzicht,
auf Kuhmilchprodukte zu erreichen.
Folgende Beschwerden können nach dem Verzehr von
Kuhmilch oder -,produkten
wie Joghurt, Käse oder Quark (Topfen) auftreten.

Symptome:
-Juckreiz
-Erbrechen
-Durchfall
-Nasenschleimhautentzündung
-Asthma
-Nesselausschlag.

Chronische Form
Die chronische Kuhmilchproteinintoleranz entwickelt sich meist nach einer
vorhergegangenen Schädigung der Darmschleimhaut,
zum Beispiel durch eine Infektion.
Sie ist häufiger als die akute Form.
Der Darm kann so sehr geschädigt sein,
dass Nährstoffe nicht mehr vollständig aus der Nahrung
aufgenommen werden können.
Der Verdacht auf eine Kuhmilchallergie wird meist durch den engen,
zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Milchprodukten
und dem Beginn der Beschwerden geweckt.
Eine Besserung der Beschwerden bei Verzicht auf Kuhmilch,
ist ein deutlicher Hinweis auf die Krankheit.

Die Therapie der Kuhmilchintoleranz besteht im vollständigen Verzicht auf
sämtliche Nahrungsmittel, die Kuhmilchprodukte enthalten.

Die Milcheiweißallergie heilt normalerweise zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat von
alleine aus.

Es gibt ja noch andere Eiweißträger
Fleisch, Fisch und Geflügel, Eier,
(incl. Albumine und Globuline) oder
Sojaprodukte, Leguminosen, Getreide,Kartoffeln.
Auf ausreichende Calciumversorgung achten!
Milch ist auch noch in vielen anderen LM verarbeitet,
wenn auch manchmal nur im geringen Anteil in versteckter Form.

Milchallergie würde ich auf jeden Fall genau austesten lassen.

Diese Milchallergie lässt sich durch:
-Pricktestung
-Prick-to-Prick-Testung mit Nativ-milch-produkten diagnostizieren.

2.)K E I M E

Es kann aber auch eine andere Allergieform sein nämlich die Keime in der Milch:
- Bakterien,
- Sporen,
wobei die Sporen schwer zu bekämpfen sind,
weil sie behüllte Viren sind und bei günstigen Lebensbedingungen aktiv werden.
In pasteurisierter schonend(71-85°C) erhitzter Milch,
wobei die Dauerformen nicht abgetötet wurden,
dürfen beim Verlassen des Milchhofes
500.000 Keime pro 100ml Milch enthalten sein.
Gelangen diese Sporen in den Darm,
werden sie in dem günstigen Millieu wieder aktiv,
das führt zu Blähungen bzw. zu Symptomen ähnlich einer Laktoseintoleranz.
Für diese Beschwerden sind dann pathogene Keime wie:
-Listerien
-Enterbacteriaceen
-Clostridiensporen verantwortlich.

Ultrahocherhitzte Milch wird kurz auf 135 - 150°C erhitzt,
dadurch entsteht dann H-Milch, Haltbare Milch.
Ob dann alle wirklich abgetötet sind in der kurzen Zeit weil....

in Krankenhäusern wird um Thermophile Sporen (hitzeliebende umhüllte Viren) abzutöten,
bei feuchter Hitze 134°C die Temperatur über 1 Std. gehalten!!!


Der Körper reagiert allergisch indem das...
H I S T A M I N (Allergiehormon)
________________
eine allergische Reaktion auslöst, wobei vermehrt das
Gefäßdilatierenden, Allergieauslösenden,
Hormon Histamin ausgeschüttet wird kann entstehen,
es treten dann:
Histaminkopfschmerz,
Flusch ( Erröten),
Durchfälle,Bauchkrämpfe, Erbrechen, Blutdruckabfall, Herzrasen, Juckreiz,
Quinködeme(plötzliches Anschwellen von Lippen, Lidern, Gesicht , Atemnot...)
das findet postprandial (nach den Mahlzeiten) (10-60 Min.)statt.


Histamin hat normalerweise folgende Funktion zu erfüllen:
- Sekretsteuerung der Magensäure,
- Entzündungsmediator,
- Gefäßdiletant,
- Neurotransmitter.


Gute Besserung
liebe Grüße

I.Obermeier
Inge Obermeier ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2008, 11:10   Reizmagen... was tun?:-/ Beitrag #7
Jackl-Kekule
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 12.02.2008
Beiträge: 3
Standard

Hallo,
ich wollte mal fragen ob mir jemand von Euch helfen kann.
Nach einer schweren Grippe leide ich in verstärktem Maße an Verdauungsbeschwerden, die ich ansatzweise schon seit langer Zeit habe, die ich aber jetzt als krankhaft empfinde: Gasentwicklung im Magen (Verbunden mit Rülpsen, was dann entlastet), Druck im Magen und Magenschmerzen (insbesondere nach dem Essen). Im Darmbereich leide ich unter Blähungen, Verstopfungen und sehr unregelmäßiger Verdauung, Stuhlgang findet oft nur einmal pro Woche statt, dauert lange und ist schmerzhaft. Auch die Blähungen sind unangenehm bis schmerzhaft.
Der Arzt diagnostizierte Gastritis.
Meine Ernährung betrachte ich als gesund, d.h. wenig Fleisch ausreichend Obst und Gemüse. Morgens esse ich regelmäßig ein Frischkornmüsli aus geschrotetem Roggen mit Früchten und Nüssen und neuerdings Milchkefir wegen meiner Verdauungsprobleme.
Als Ursache für „Reizdarm“ gelten Stress und psychische Belastungen. Ich bin wegen Stress und Burn out Syndrom aus dem Berufsleben ausgeschieden, erfahre somit im Augenblick keinen Stress, empfinde aber konzentrierte geistige Tätigkeit immer noch als belastend.
Ich frage mich nun, ob man meine Blähungen im Darm, den trägen Darm über eine spezielle Ernährung heilen oder lindern kann?
MfG
Jackl-Kekule
Jackl-Kekule ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.02.2008, 18:04   Reizmagen... was tun?:-/ Beitrag #8
thomas87
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Jena
Beiträge: 136

Meine Hochule:
Uni Jena
Status:
Student
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Standard

Ich habe mal gelesen, dass Rohkost das Mittel zur Wahl bei nahezu allen Darmbeschwerden sein soll. Bei Verstopfung wie auch bei Diarrhöen.


Nachzulesen in den Studien von Eppinger und Kaunitz.
thomas87 ist offline   Mit Zitat antworten
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