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05.08.2003, 13:40
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Nahrungsergänzungsmittel und Co. Beitrag #1
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Benutzer
Registriert seit: 20.06.2003
Beiträge: 65
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Ich schaue bei sowas immer erst auf die Statistiken. Wo tritt denn Unterversorgung in der Bevölkerung auf? Der Bedarf an den meisten Vit. wird ohnehin gedeckt, weshalb - zumindest aus Bedarfsdeckungsgründen - eine Zugabe hinfällig ist. Genauso sehe ich aber, dass viele meinen, ihnen fehle etwas. Und dieses etwas suchen sie in Nährstoffen bis hin zu Mikrostoffen. Wenn sie sich damit gut fühlen, täglich zB. einen halben Löffel Vit. C zu sich zu nehmen, ist das doch ok. Als drittes sehe ich dann noch die Sicherheit, sich nicht mit den fettlöslichen zu vergiften, gilt ja auch für Selen.
Mich würden mal die Vitamin-Freaks unter Euch interessieren mit ihren Argumenten pro Supplementierung.
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05.08.2003, 16:26
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Nahrungsergänzungsmittel und Co. Beitrag #2
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 05.08.2003
Beiträge: 1
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Hallo Ihr beiden !
Ein sehr interessantes Thema - für mich schon seit 10 Jahren, da ich aus dem Hochleistungssport komme. Die Meinungen werden immer deutlicher: wir benötigen heutzutage eine Lösung, aber nicht in Tabletten, Pulvern oder Kapseln, weil dort das komplette Programm der sekundären Pflanzenstoffe als sog. "carrier Substanzen" fehlen. Wenn überhaupt, dann sollte eine Lösung möglicht ganzheitlich aufgebaut sein, und sich direkt an die biologischen Prinzipien der Natur orientieren. Z.B. die Artischocke, Sellerie, Brunnenkress für eine optimale Leberfunktion, die rote Beete und die hochwertigen Pflanzenöle für das Blut, Grünkohl, Brokkoli und milchsauervergorene Möhren für den Darm und Petersilie bzw. Brennessel für die Nieren. D.h. alle Bioaktivstoffe und sekundären Pflanzenstoffe möglichst im natürlichem Pflanzenverbund. Das was die Natur in 3,5 Milliarden Jahren als Schutzstoffe aus Pflanzen für uns Menschen gebildet hat, das kann man niemals in Tabletten ersetzen. Wenn wir das wirklich bräuchten, dann hätte der liebe Gott das Vitamin C - Pulver Tütenweise an den Baum gehängt - hat er aber nicht gemacht, da hängen nämlich Früchte, Beeren Gemüse und Kräuter, und davon benötigen wir heute mehr, als je zu vor. D.h. enorm viel Obst & Gemüse oder naturbelassene, schonend hergestellte Frischpresssäfte, die aufgrund ihrer Kaltpressung und Verarbeitung der gesamten Frucht noch alle Bioaktivstoffe enthalten. Das ist meine Erfahrung, die ich in den letzten Jahren im Leistungssport gemacht habe und die die moderne Wissenschaft auch immer deutlicher bestätigt - bspw. das Institu für präventive Medizin der vereinten Nationen. Hoffe auf Eure Meinung zu diesem Thema und freue mich auf eine tolle Gesprächsrunde.
Bis bald und viele Grüße
Markus
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19.08.2003, 14:56
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Nahrungsergänzungsmittel und Co. Beitrag #3
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 08.04.2003
Beiträge: 2
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hallo,
das ist ja alles ganz gut und schön was markus das schreibt. sicherlich ist die von ihm angedeutete ernährung besser als eine nahrungsergänzung. auf der anderen seite sind immer mehr verbraucher über neuerliche skandale verunsichert (paprika und pestizide) bzw. meinen zu wenig zeit für diese form der ernährung zu haben. ich erlebe es täglich in der beratung, dass die umsetzung einer vollwertigen ernährung für viele personen problematisch ist. eine vernünftige nahrungsergänzung ist in diesen fällen sinnvoll. d. h. eine nahrungsergänzung mit den wertvollen carrier-substanzen und immunmodulatoren (sek. pflanzenstoffen). das wären gut kontrollierte obst- und gemüsekapseln.
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19.08.2003, 15:19
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Nahrungsergänzungsmittel und Co. Beitrag #4
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Benutzer
Registriert seit: 18.08.2003
Beiträge: 53
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Aber ich denke, gerade mit solchen Kapseln macht man es dem Verbraucher erst recht schwer, sich auf eine gesunde, abwechslungsreiche ERnährung umzustellen, denn warum kompliziert, wenns auch einfach geht.
Das Problem ist doch, daß z.B. viele Stoffe in den Lebensmitteln noch nicht ausreichend erforscht sind. Im Moment können wir nur die, in Pulver oder Kapselform anbieten, die auch ausreichend erforscht wurden.
Meiner Meinung nach, sollten nur die Präparate bekommen, die zu den Riskikogruppen gehören, wo es auch nachgewiesen werden kann, daß sie unter einem mangel leiden, oder um es vorzubeugen. Aber nicht bei einem gesunden, normalen Verbraucher.
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19.08.2003, 15:54
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Nahrungsergänzungsmittel und Co. Beitrag #5
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Benutzer
Registriert seit: 20.06.2003
Beiträge: 65
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1. Wenn Menschen schon zu mir kommen, weil sie durch einen Skandal verunsichert sind, so kann ich als Fachmann/-frau diese emotionale Reaktion des Ratsuchenden aufgreifen und mit ihm auf die Realität hin überprüfen. Warum sollte ich den hohen LM-Sicherheitsstandard hierzulande ihm verschweigen? Das ist der Rat. Als Therapeut hingegen kann ich doch mit der Besorgnis arbeiten (wenn der Ratsuchende da mitzieht). Ein Ratsuchender kommt ja nicht zu mir, um zu hören, dass er nun an BSE zu soundsoviel % Wahrscheinlichkeit stirbt und ich ihm sage, was dagegen zu tun ist. Oder doch? Wenn ich Klient wäre und erhalte Bestätigung, dass alles giftig ist, ja dann greife ich auch zur Pille.
Als Profis können wir doch Skandale beurteilen, deshalb sucht man nach Profis. Eine Reduktion des Problems auf Nahrungsergänzung ist für mich keine Ergänzung, sondern Verarmung.
2.
Ich setze noch eins drauf, was antje77 sagt: Haben wir denn heute Evidenz darüber, inwieweit Isolate und Galenik Wirkung zeigen (klinisch messbare Parameter)? Wenn Medikamente derzeit so in Verruf geraten sind, dann müssen auch Nahrungsergänzungen auf den Prüfstand.
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27.08.2003, 17:08
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Nahrungsergänzungsmittel und Co. Beitrag #6
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 09.09.2004
Beiträge: 148
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Hallo Dirk!
Da kann ich mich nur anschliessen.
Profis sollten dem Verbraucher genauestens erklären können, wie alles zusammenhängt und warum z.B. die Aufnahmen von Obst nicht nur der Vitamine wegen wichtig ist, sondern auch wegen der sekundären Pflanzenstoffe etc.
Gerade die Aufklärung und auch die Wegnahme von Ängsten ist in der Beratung sehr wichtig. Heutzutage sind die Leute immer sehr verunsichert, da durch die Medien jeder noch so kleine Vorfall immer gleich ins Unendliche aufgepuscht wird.
In dieser Verunsicherung haben es dann die Verkäufer von Vitaminpillen etc. leicht.
daher finde ich den Ansatz, Nahrungsergänzungsmittel aus den Supermärkten zu nehmen und nur noch in den Apotheken zu verkaufen, sinnvoll. Denn auch Vitaminpräparate können ihre Nebenwirkungen haben (sei es duch Überdosierung, Unverträglichkeit etc.)
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22.03.2004, 15:19
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Nahrungsergänzungsmittel und Co. Beitrag #7
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 22.03.2004
Beiträge: 1
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Natürlich sind Pillen keine Alternative zu gesunder Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Aber hierzu ein paar Fakten:
1. Die DGE empfiehlt mind. 5 Portionen Obst und Gemüse täglich - und damit hängen sie sämtlichen anderen Ernährungsgesellschaften hinterher, die 7 - 9 Portionen empfehlen. Täglich!! Das wären zwischen 600 und 1000g täglich.
2. Die Nationale Verzehr-Studie 2003 hat ergeben, dass nur 5 % der Deutschen 400 g Obst und Gemüse pro Tag essen. 90 % essen 200 g und weniger!!
3. Ca. 70 % aller Krankheiten haben eine ernährungsbedingte Ursache!
4. Allein im Jahr 2004 werden ca. 75 Mrd. ? für die Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten ausgegeben. Das haben wir in der Hand - und nur wir!!
5. Jeder muss heute in seine Gesundheit investieren: Entweder präventiv - so dass er möglichst gesund bleibt oder kurativ - damit er hoffentlich wieder gesund wird. Meistens ist präventiv günstiger oder auf alle Fälle besser.
6. Pillen aus dem Labor (Centrum, Eunova etc.) sind keine Alternativ, weil darin nur einzelne isolierte Vitamine zusammengemischt sind.
7. Die einzige Alternative zu den o.g. Mengen an Obst und Gemüse sind natürliche Nahrungsergänzungen aus Obst und Gemüse, die nachweislich alle die Nährstoffe enthalten (inkl. der wichtigen sekundären Pflanzenstoffe), die in den Originalfrüchten auch enthalten sind. Wichtig ist, dass es darüber Studien mit dem Produkt gibt.
8. Es gibt nur 13 Vitamine aber über 12.200 sekundäre Pflanzenstoffe - denen heute eine größere Bedeutung zugesprochen wird.
Für mehr Infos www.natuerlich-gesund.net
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