Hallo, ich höre immer wieder, dass viele Studenten - auch andere Fächer wie Informatik, Geologie, Chemie... - totale Probleme mit Mathe im Studium haben und einige sind auch zum Teil daran gescheitert.
Wie läuft Mathe im ÖT-Studium ab? Habe mal was von Übungsgruppen gelesen, weiß damit aber nicht ganz so viel anzufangen. Oder gibt es doch "normale" Vorlesungen?
Ich hatte Mathe-LK (Gymn.) und war da meistens im zweistelligen Bereich, aber leicht wars auf keine Fall. Unser Lehrer hielt immer Monologe (war auch Philosophielehrer) und das zwei Stunden lang von Anfang bis Ende. Unterbrochen wurden diese wenn, dann nur durch fast 5 Min. lange Denkpausen, in denen Totenstille herrschte und niemand wusste, was los war. Vorwiegend haben wir Beweise gemacht, allerdings schrieb er dabei so gut wie nie etwas an die Tafel, sondern saß vor seinem Buch und erklärte sie uns "mündlich" *lol*. Hatten wir dann die Formeln bewiesen, wurden meist nur 1-2 Aufgaben dazu gerechnet, da ja "der Beweis das schwierige ist, die Formeln anzuwenden (selbst sehr komplizierte) ja einfach sei", so seine Worte. Da man also sowieso nicht viel mündlich mitarbeiten konnte, musste man das meiste durchs Schriftliche retten. Da man im Unterricht oft nicht folgen konnte (auch wegen der unheimlichen Rechengeschwindigkeit), musste ich zu Hause stundenlang alles nacharbeiten

. Fürs Abi hieß es auch eher "selbst ist der Mann/die Frau", da wir ja so gut wie keine Anwendungsaufgaben gemacht hatten. Viele besuchten deswegen zusätzlich die Mathe-GKs.
Am Tag der Abiprüfung war dann vorher allen so schlecht - wir hofften alle, in Analysis zu punkten. Unsere Hoffnungen wurden aber leider nicht erfüllt, denn die Analysisaufgaben waren so schwer wie noch nie. Schließlich haben die meisten es dann aber doch ganz gut überstanden, einige sind aber auch kläglich gescheitert.
So... wollte euch jetzt nicht langweilen

. Meine Frage: Hatte die "Tortur" jetzt wenigstens als Gutes, dass ich auf Mathe an der Uni gut vorbereitet bin, oder wird doch wieder alles anders?