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29.09.2009, 21:16
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele? Beitrag #1
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 29.09.2009
Beiträge: 19
Meine Hochule:
FH Münster
Status:
Student
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele?
Hey ihr Ökotrophologen,
nach langem Suchen habe ich bis vor kurzem gedacht, dass ich (20 Jahre, mache im Moment meinen Zivi im Rettungsdienst) jetzt nach wirklichen langem Hin und Her und langem Suchen "meinen" Studiengang gefunden habe.
Ich wollte schon immer etwas mit Gesundheit machen und bin dann von Physiotherapie, über Medizin, über Sport hin zu Ökotrophologie gekommen.
Warum überhaupt etwas in diese Richtung (etwas haben ja alle gemeinsam: Es geht um Gesundheit & Wohlergehen)?
Ich selbst habe Gefallen daran gefunden, einfach gesund & aktiv zu leben, was ja normalerweise bei Jugendlichen so gut wie nie vorkommt. Ich finde es interessant, mich mit der Materie Ernährung auseinanderzusetzen, vor allem im Bezug auf leistungssteigernde Sportlernahrung, da ich selber natürliches Bodybuilding betreibe. Zudem habe ich wohl eine Ader dafür, andere ein bisschen nebenbei zu "coachen" und ein wenig über die Grundstrukturen der Trainingslehre und guter Ernährung aufzuklären.
Durch dieses Interesse habe ich mir auch schon autodidaktisch ein ganz nettes Basiswissen angeeignet (jetzt nichts, was ins wirklich chemische geht). Ich denke es würde mir Spaß machen, dieses zu vertiefen. Also ich bin auch einer, der diesen Lebenstil wirklich aktiv (vor-)lebt.
Mir macht es auch Spaß dieses Wissen weiterzugeben, bzw. andere auch zu euphorisieren.
Zuerst wollte ich Sport auf Bachelor/Master studieren, aber da waren mir die Aussichten dann etwas lau und mit dem eigentlich Sport, wie man ihn in Deutschland versteht (Fußball, Turnen, Leichtathletik, etc.) habe ich dann doch nicht so viel am Hut. Also bin ich auf Ökotrophologie gekommen. Zuerst hatte ich auch daran gedacht, diverse Trainerscheine zu machen, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich dafür nicht ganze 13 Jahre lang die Schulbank gedrückt und mich fürs Abitur angestrengt.
Ich hab auch schon Zusagen aus Bonn und Fulda, würde aber am liebsten nach Münster. (Konnte ich mich noch nicht bewerben, weil ich noch erst ein Praktikum machen muss) Jetzt habe ich mir auf der Website von der FH Münster mal die Vorstellungen von solch einem Praktikum durchgelesen und das hat mich schon etwas stutzig gemacht. Also klar, das Zusammenstellen von EPs, Organisation von Großküchen, Planung, etc. gehört ja zur Ökotrophologie und das fände ich auch recht nett, aber sowas wie Service, Kellnern, Eventmanagment, Reinigung, Zimmerservice oder in der Herstellung von Küchengeräten zu arbeiten/zuzuschauen finde ich doch etwas merkwürdig und hat mich stutzig gemacht. Ist Ökotrophologie denn wirklich das richtige für mich?
Also wenn ich mir mal jetzt vorstelle, wo ich gerne in vllt. 20 Jahren stehen möchte, dann würde ich mich gerne, wenn ich das Geld dazu habe, selbstständig machen, z.B. mit einer individuellen Ernährungsberatung (Extremsportler aus allen Bereichen, als auch Diabetiker, adipöse Menschen/Jugendliche, etc. - quer durch, von allem etwas) in Verbindung mit einem eigenen Fitnessstudio.
Neben der individuellen Beratung könnte ich mir auch vorstellen bei öffentlichen Kampagnen, z.B. für mehr sportliche Betätigung und gegen Übergewicht, mitzuarbeiten oder Aufklärungsarbeit zu leisten und andere Menschen mitzureißen.
Weniger interessieren würde mich so etwas wie Lebensmittelchemie, Lebensmittelkontrolle, etc. Also alles, was mit wirklicher Praxis nichts zu tun hat, ist wohl eher nicht mein Ding.
Ist Ökotrophologie überhaupt das richtige für mich? Ich zweifle etwas.
Vielen Dank schonmal für die Mühen, meinen Text durchzulesen und zu antworten.
Geändert von ManuelMMM (29.09.2009 um 21:25 Uhr)
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01.10.2009, 16:36
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele? Beitrag #2
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Jena
Beiträge: 136
Meine Hochule:
Uni Jena
Status:
Student
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Hey
Hi Manuel,
Bin selbst (bald)-Ernährungswissenschaftler aus Jena und versuch dir mal ein wenig zu helfen.
Vorneweg, es wundert mich immer, dass der Begriff Oecotrophologie gleichgesetzt wird mit der Ernährungswissenschaft. Genau genommen ist die Ernährungswissenschaft die Trophologie. Der Zusatz "Oeco" steht für die Haushaltswissenschaften, also die Disziplin, die dich tendenziell überhaupt nicht interessiert. Deshalb richte dein Augenmerk doch mehr auf die reine Trophologie, wie ich sie zum Beispiel studiere, hehe 
In Jena ist das übrigens so, dass man im 3. Studienjahr wählen kann in welches Gebiet man einsteigen möchte: Wirtschaft (wäre vergleichbar mit Oecotrophologie), Beratung (das wär deine Schiene) oder Forschung (wär wohl auch weniger was für dich, wenn du Berater werden willst.
Hier in Jena gibts zum Beispiel ein Modul, das man dann wählen kann (welches ich wählen werde), das heisst "Sport und Therapie", das würde dann wiederrum in deine Richtung gehen.
Ich denke also die Trophologie bietet mehr Schnittpunkte mit deinen Wunschvorstellungen als die Oecotrophologie.
Darf man fragen wie das jetzt bei dir weiterläuft ? Zulassungen sind ja draußen, aber meines Wissens sind alle Immatrikulationsfristen abgelaufen ? Hast du dich bereits immatrikuliert ?
Grüße
Thomas
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01.10.2009, 19:58
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele? Beitrag #3
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 10.06.2009
Beiträge: 23
Meine Hochule:
FH Fulda
Status:
Studentin
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HI!
Auch wenn du schon Bewerbungen verschickt und Zusagen bekommen hast - hier noch eine Alternative bei der du auch voll und ganz mit der "Sportschiene" studieren könntest.
Schau mal bei "DEUTSCHE HOCHSCHULE FÜR PRÄVENTION UND GESUNDHEITSMANAGEMENT" im Saarland rein.
Vielleicht hilft es dir dabei das richtige für dich zu finden.
Grüße Andy
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13.10.2009, 09:27
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele? Beitrag #4
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 10.05.2006
Ort: Lahnau
Beiträge: 7
Meine Hochule:
Uni Gießen
Status:
Studentin
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Hallo!
Ist vielleicht schon etwas zu spät, aber ich antworte dir trotzdem noch.
Bei uns in Gießen kann man seit letztem Semester (oder so) einen Studiengang belegen, in dem man sich genau mit diesen beiden Themen Sport und Ernährung beschäftigt.
Hier ist ein Link zu einem Infoblättchen (ich hoffe, er funktioniert, ansonsten einfach bei google suchen). Vielleicht hilft dir das ja, denn umsteigen könnte man immer noch http://www.uni-giessen.de/cms/studiu..._download/file
Grüße aus Hessen
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13.10.2009, 17:19
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele? Beitrag #5
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 29.09.2009
Beiträge: 19
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FH Münster
Status:
Student
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Hi,
danke an alle Antworter. Hatte leider wenig Zeit, deshalb erst die Antwort. Erst einmal: Ich mache gerade Zivi und habe mich trotzdem schon beworben, bin in Bonn & Fulda angenommen, habe aber eigentlich geplant in Münster zu studieren. Dort konnte ich mich wegen dem Praktikum, welches gefordert ist, (noch) nicht bewerben.
Also das mit der Trophologie und auch die anderen Sachen hören sich interessant an. Ist Trophologie denn ein einzelnes Studienfach, wenn ja, wo kann ich es studieren?
Der Studiengang in Gießen klingt auch gut. Aber mir scheint bei den Inhalten etwas zu viel Training und zu wenig Ernährung im Spiel zu sein. Stimmt das?
Die Inhalte von Gesundheit & Bewegung hören sich sehr interessant an, da es da wirklich um das geht, was ich machen will (Beratung).
Aber wie sehen die beruflichen Chancen aus? Ich kann mich ja schlecht direkt selbsständig machen, brauche ja erst Startkapital & Erfahrung.
Bei so neuen & exotischen Studiengängen bin ich immer etwas skeptisch, die werden oft belächelt und als einfach abgetan im Gegensatz z.B. zu Medizin oder ähnlichem.
Habt ihr mehr Hintergrundinformationen? Vllt. ändert sich mein Ziel ja doch noch einmal. Wenn ja, ist ja auch nicht schlimm, so lange ich dann im Ende das mache, was mich wirklich erfüllt.
Wie ich das jetzt aus euren Beiträgen herausgelesen habe, habe ich zwei Optionen: Ich studiere Ökot. und differenziere/spezialisiere mich nachher in meine Richtung oder ich mache direkt ein Studium nur in die Richtung (hört sich für mich besser an). Welche Unis bieten so etwas denn noch an?
Danke schonmal, ihr habt mir schon jetzt sehr geholfen. Bin gerade wegen der Fülle an Angeboten etwas überfordert....
MfG,
Manuel
Geändert von ManuelMMM (13.10.2009 um 18:27 Uhr)
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18.10.2009, 17:18
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele? Beitrag #6
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 29.09.2009
Beiträge: 19
Meine Hochule:
FH Münster
Status:
Student
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*push*
Bräuchte noch etwas Beratung
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08.12.2009, 18:22
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele? Beitrag #7
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 29.09.2009
Beiträge: 19
Meine Hochule:
FH Münster
Status:
Student
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Hey gibt es noch vergleichbare Unis wie diese Private Hochschule, welche weiter oben gepostet wurde?
Dieses Duale Studium hört sich nämlich sehr interessant an, aber ich kann es leider nur in Leipzig studieren
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08.12.2009, 23:24
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Ist Ökotrophologie das richtige für mich/meine Ziele? Beitrag #8
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Moderator Absolvent/in Uni Gießen
Registriert seit: 27.08.2002
Ort: Universitätsstadt Gießen in der Region Mittelhessen
Beiträge: 839
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Viele Fragen...
Hallo Namensvetter,
zunächst mal zolle ich Dir Respekt - ich habe selten einen Beitrag eines Noch-Nicht-Studierenden hier gelesen, der schon so viel nachgedacht hatte über das, was er will und was nicht. Als Moderator halte ich mich inhaltlich normalerweise etwas zurück, aber Deine letzten Fragen sollen dann doch nicht gänzlich unbeantwortet bleiben.
1) Trophologie ist wie Ökotrophologie ein Studiengang. Er berücksichtigt die naturwissenschaftlichen Teile der Ernährung, also Physiologie, Biochemie, etc. Manche Hochschulen bieten sogar beide an. Welche Studiengänge wo angeboten werden kannst Du u.a. hier erfahren (da steht aber immer "Ernährungswissenschaft").
Jetzt kommt meine Meinung: Gerade wenn Du Beratung machen magst, ist ein rein naturwissenschaftliches Studium nicht das richtige. Beratung hat mit Menschen zu tun, und wenn Du dann von Soziologie und Methodik und Kommunikation und Gruppendynamik usw. keine Ahnung hast, bringt es Dir recht wenig, wenn Du weißt, welcher Hebel im Fettstoffwechsel umgelegt werden muss.
2) Zum neuen Studiengang in Gießen kann ich leider nix sagen; er wurde nach meiner Zeit eingeführt, ist aber m.W. ziemlich begehrt.
3) Berufliche Chancen: Kennst Du zufällig Franca Mangiameli? Sie ist Fernsehpräsent, Buchautorin und wird regelmäßig von Funk und Print interviewt. Sie hat in Gießen studiert und betreibt nun seit 10 Jahren eine selbständige Ernährungsberatung: [ 1]. Das ganze gehört zum Netzwerk von Dr. Ambrosius und funktioniert nach dem Franchiseprinzip. Ich will das jetzt nicht empfehlen, habe auch keine Erfahrung damit. Das ist bloß ein Beispiel, wie sowas auch für Einsteiger möglich und offenkundig erfolgreich ist.
4) Neue Studiengänge: Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge sind inzwischen alle so ausdifferenziert, dass Du Dich eh jedesmal mit Deinem Profil vorstellen musst. DEN klassischen Studiengang (so wie früher beim Diplom) gibt es schon lange nicht mehr. Deswegen also: keine Bedenken!
5) Deine Optionen: Einen eigenen wissenschaftlichen Studiengang "Ernährungsberatung" gibt es nicht. Egal, ob Du Ökotrophologie oder Trophologie wählst, Du musst Dich spezialisieren, wie Du richtig schreibst. Um das zu dokumentieren, hilft es natürlich, wenn Du zum Beispiel Deine Abschlussarbeit in der Richtung machst. Und da hilft es wiederum, wenn es entsprechende Professoren zum Thema gibt, und die Lehre nicht nur von Lehrbeauftragten wahrgenommen wird. Jetzt frag mich aber bitte nicht, wo es überall solche Professuren gibt; sooo genau kenne ich die Standorte auch wieder nicht. Und ein bisschen was magst Du ja auch noch selber machen, oder?
6) Warum glaubst Du, das Duale Studium nur in Leipzig studieren zu können?
Wenn noch weitere Fragen von Dir kommen, frag!
Gruß und viel Erfolg,
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