Hallo Namensvetter

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erst einmal danke für deine ausführliche Antwort, habe lange auf sowas gewartet.
Ich war länger nicht mehr im Forum, habe mich aber nichtsdestotrotz sehr ausgiebig mit meiner Zukunft auseinandergesetzt.
Ich hatte nahezu einen sicheren Entschluss gefasst und mich für den Bachelor in Ernährungsberatung (Duales Studium - Ausbildung + Fernstudium) an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Prävention entschieden.
Infos:
http://www.dhfpg.de/index.php?id=21330
Studienzentrum ist Leipzig, d.h. ich kann mir den Ausbildungsort aussuchen, muss aber alle 4-6 Wochen nach Leipzig, daher habe ich mich entschieden, meine Ausbildungsstelle in Leipzig zu suchen.
Habe mich auch schon bei mehreren Unternehmen (Kliniken, Fitnessstudios, etc.) für die Ausbildung beworben.
Doch dann kam ich immer wieder ins Grübeln. Die Inhalte des Studiums sagen mir voll und ganz zu und es würde mir sicherlich viel Spaß machen. Jedoch habe ich mir immer wieder überlegt, wie meine finanzielle Zukunft wohl aussehen wird. Der o.g. Studiengang ist sehr praxisorientiert, d.h. es geht darum, mit dem Menschen in der Beratungstätigkeit zu arbeiten. Tiefgehende Chemie und all zu viel Theorie wird es in dem Studium nicht geben, was ich selber auch befürworte, da ich der Meinung bin, dass gesunde Ernährung und ein bewusster Lebensstil an sich keine komplizierte Sache ist und diese nur von Ernährungsergänzungsherstellern, der Pharmaindustrie und gewissen anderen Lobbys verkompliziert wird, um dem Verbraucher mit horrend-teuren Diät-Drinks das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Soweit so gut, jedoch wäre ich nach dem Studium trotzdem "nur" ein Berater, sozusagen ein erweiterter Diätassistent. Und womit kann ich da richtig Fuß fassen und mich selbst verwirklichen? Geld spielt sicherlich auch eine (sekundäre) Rolle, da muss man realistisch bleiben.
Eine weitere Frage, die sich mir stellt ist, ob ich an einer FH oder einer TH nach dem o.g. Bachelor weitermachen kann und was sind die Vorraussetzungen dafür?
Mit dem o.g. Studium kann man sicherlich hauptsächlich nur "groß rauskommen", wenn man sich selbstständig macht. Aber womit? Einer Ernährungsberatungspraxis? Ist sehr schwer, sowas lukrativ am laufen zu halten? Einem Fitnessstudio? In der heutigen Zeit ohne enormes Startkapital unmöglich, dafür kenne ich mich selber zu gut in der Branche aus. Personal Trainer? Wenn man bei der betuchten Klientel einmal Fuß gefasst hat, sicherlich ein guter Job. Trotzdem gibt es tausende von PT, die jeden Monat um ihren kleinen Lohn bangen müssen. Das macht mir ganz ehrlich Angst. Ich muss später keinen Porsche fahren, aber ich möchte mir keine Geld- und Berufssorgen machen müssen.
Eine grundlegendäre Ausbildung wäre sicherlich ein Ökotrophologiestudium an einer TH oder einer FH (an der TH Bonn und der FH Fulda habe ich schon eine Zusage). Wobei sich hier auch wieder die Frage stellen würde, was für mich persönlich interessanter und auch nachher im Beruf lukrativer ist? Im Moment favorisiere ich die TH in Bonn. Leider ist die Website dermaßen schlecht, dass ich dort keine Infos zu dem Studiengang finden kann.
Mir stellt sich gerade die Frage, ob ich es wagen soll und rein nach dem Lustprinzip studieren soll (á la ich mache mein Hobby zum Beruf = Bachelor in Ernährungsberatung, eventuell Master danach) oder eher etwas studiere, was mich interessiert, wo jedoch auch Komponenten drin sind, die ich weniger prickelnd finde (Ökotrophologie: Hauswirtschaftslehre, komplizierte Chemie, "zuviel praxisferne Formeln"), wo ich aber wohl bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt später habe?
Wäre toll, wenn man mir helfen könnte, ich weiß vom vielen Lesen, Suchen, Vergleichen und Bewerben langsam nicht mehr, was ich eigentlich wirklich will.
MfG,
Manuel