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17.05.2003, 21:47
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Im Blumengarten... Beitrag #1
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 12.11.2002
Beiträge: 16
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Ich bring` Euch ein Stück Natur ins Haus
mit herzberührten Zeilen
die mir geschenkt wurden
als ich ging hinaus
um schauend und erlebend
in Feld und Wald, im Tal, auf Bergeshöh`n
an Euch auch denkend
zu verweilen
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17.05.2003, 21:48
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Im Blumengarten... Beitrag #2
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 12.11.2002
Beiträge: 16
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Weidenkätzchen
Weidenkätzchen
Silberschätzchen
glänzend vor des Himmels Blau
Bald in Frühlingswärme
kommen
Bienenschwärme
und besuchen dich
nehmen Nektar auf
bei dir
tragen ihn mit sich
heim in ihren Bau
Und bunte Schmetterlinge
lassen sich auf dir nieder
Und muntre Vögel singen
Frühlingsweisen wieder
Weidenkätzchen
Silberschätzchen
glänzend vor des Himmels Blau
und in der Früh`verzierst du dich
mit glitzernden Perlen
von Morgentau
***
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17.05.2003, 21:49
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Im Blumengarten... Beitrag #3
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 12.11.2002
Beiträge: 16
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Frühling im Gunzesrieder Tal
Weit hinten im Gunzesrieder Tal
tost hier der mächtige Wasserfall
Es ist ein schöner Maientag
so, wie ihn jeder gerne mag.
Das frischentspross`ne Blätterdach
umsäumt den rauschenden Ostertalbach.
Im Frühlingssonnenlicht zerfloss`ner Schnee
fließt nun erfrischend von der Höh`,
die, noch, weiß befirnt erglänzend,
heruntergrüßt in den frischbegrünten
Wald,
in dem, Schneewasserstrudel begrenzend,
noch braune, steile, Grashänge den Raum geben, in dem Vogelgezwitscher widerhallt.
Heut` bin ich nicht daheimgeblieben -
der Frühlingstag hat mich herausgerufen
und ich gehe hin, wo die Wassertropfen stieben,
barfuß über erdige und steinige Stufen.
Und steig` hinein in die kühle Flut.
Atme in vollen Zügen junge Maienluft.
Spüre mit mir, wie gut das tut
und atme mit mir den Frühlingsduft!
Schau` mit mir die Buschwindrös`chen an:
sie leuchten wie weiße Sterne!
Das hat der Frühling uns getan...
Lieber Mai, ich hab` dich gerne!
***
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18.05.2003, 13:34
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Im Blumengarten... Beitrag #4
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 12.11.2002
Beiträge: 16
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Magnolienbaum
Schau mal dort hin, wie schön das ist
der große, blühende Magnolienbaum
der strahlend blaue Himmel lacht dazu -
ein wunderbarer Traum!
Die sammetweiche Maienluft
weht fein in allen Zweigen
sie bringt zu Dir den Blütenduft
und lädt Dich ein zum Reigen
Horch mal dort hin, wie schön das klingt
dort drüben im Fliederbusch
Horch, wie schön die Amsel singt
den schönsten Frühlingstusch
Schau hin, horch zu, und sei ganz still
der Frühling will dir klingen
und wenn dein fröhlich Herz es will
dann laß es frei und laß es singen
Schau mal dort hin, wie schön das ist
der blühende Magnolienbaum
der strahlend blaue Himmel lacht dazu -
ein wunderbarer Traum!
***
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18.05.2003, 13:52
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Im Blumengarten... Beitrag #5
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 12.11.2002
Beiträge: 16
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Die Bäume wollen schaukeln
die Blätter wollen gaukeln
doch weil sie festgewachsen sind
so rufen sie den Wind
So läßt der Wind sie schaukeln
und die Blätter gaukeln
wenn sie genug geschaukelt sind
sind sie zufrieden wie ein Kind
Und sind die Blätter arg zerzaust
vom vielen Auf und Nieder
Wenn der Frühlingswind dann braust
sproßen neue Blätter wieder
die Blätter wollen gaukeln
die Bäume wollen schaukeln
und der Wind, der bläst gelind
bis sie zufrieden sind...
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20.05.2003, 20:05
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Im Blumengarten... Beitrag #6
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 12.11.2002
Beiträge: 16
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Diesen Lieblingstext -nicht von mir, sondern von Friedrich Hölderlin- muß ich einfach weitergeben!:
Wenn ich oft dalag unter den Blumen und am zärtlichen Frühlingslichte mich sonnte und hinaufsah ins heitere Blau, das die warme Erde umfing; wenn ich unter den Ulmen und Weiden, im Schoß des Berges saß, nach einem erquickenden Regen, wenn die Zweige noch bebten von den Berührungen des Himmels und über dem tröpfelnden Walde sich goldene Wolken bewegten; oder wenn der Abendstern voll friedlichen Geistes heraufkam mit den alten Jünglingen des Himmels, und ich so sah, wie das Leben in ihnen in ewiger, müheloser Ordnung durch den Äther sich fortbewegte, und die Ruhe der Welt mich umgab und erfreute, daß ich aufmerkte und lauschte, ohne zu wissen, wie mir geschah - Hast du mich lieb, guter Vater im Himmel? fragte ich dann leise - und spürte seine Antwort so sicher und selig am Herzen.
Friedrich Hölderlin
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