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09.02.2004, 18:34
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Hypertonie Beitrag #1
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 30.01.2004
Beiträge: 20
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Weiß man glaube ich nicht so genau. Aber mein Freund( Arzt von Beruf) meint, die Kochsalzzufuhr beim Thema Hypertonie wird überbewertet. Es hätte kaum einen wesentlichen Einfluß.
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09.02.2004, 20:49
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Hypertonie Beitrag #2
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Benutzer
Registriert seit: 08.11.2003
Beiträge: 43
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naja,wenn ein hochdruck vorliegt erscheint es schon ganz logisch natrium einzuschränken,weil des ja wasser zurückhält,und damit das volumen erhöht wird und dadurch der blutdruck höher wird.
Aber denn müsst es halt bei allen anderen ja auch so sein..hm
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10.02.2004, 11:08
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Hypertonie Beitrag #3
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Benutzer
Registriert seit: 20.06.2003
Beiträge: 65
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Der Hochdruck in den Gefaessen wird vielmehr durch die Motorik der Gefaesswaende erreicht.
Das arme Natrium muss herhalten, wenn wir uns mal wieder "zum Kochen bringen". Wer glaubt noch immer, dass wir der Umwelt so wehrlos gegenueberstehen? Unter Druck setzen wir uns immer noch selbst.
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10.02.2004, 19:57
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Hypertonie Beitrag #4
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Benutzer
Registriert seit: 18.08.2003
Beiträge: 53
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Normotone????? Wer oder was ist das?
Habe den begriff noch nie gehört!
Natrium ist verantwortlich für die Reizweiterleitung in den Zellen. Ist somit auch für die Kontarktion von Muskeln verantwortlich und somit auch für die Engstellung von Gefäßen, was zu Bluthochdruck führt. Weiterhin hält Natrium das Wasser im Körper und der Blutdruck steigt noch mehr. Ich finde nicht, daß die Problematik des Kochsalzverzehrs runtergespielt wird. Eigentlich ausreichend sind ca. 3g NaCl pro Tag. Wir nehmen aber in der heutigen Zeit viel mehr zu uns. Somit ist auch die Natriumzufuhr stark erhöht.
Daher werden dann verschiedene Diäten empfohlen:
Streng Natriumarme Diät mit <1g/d
Mäßignatriumarme Diät mit <3g/d
Natriumarme Diät mit <6g/d
Durchgeführt wird meist die letztere, weil die ersten beiden sehr schwer durchführbar sind hinsichtlich der Sensorik der Speisen und der Umstellung der Patienten.
Alkohol spielt übrigens auch eine sehr wichtige Rolle, zu wenig Bewegung und Übergewicht.
Man unterscheidet eigentlich auch zwischen der Primären Hypertonie(keine Organischen Ursachen) und der sekundären Hypertonie (Organische Ursache, wie Nierenkrankheiten).
Alles im allen aber spielt das Natrium eine sehr wichtige Rolle....
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11.02.2004, 08:49
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Hypertonie Beitrag #5
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 20.02.2003
Ort: Ein Nordlicht in München
Beiträge: 184
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Einen schönen guten Morgen an alle!
Also,... ich denke, dass „die Wahrheit“ irgendwo mittig anzusiedeln ist! Soll heißen, Dirk verharmlost meiner Meinung nach die Wirkung des Natriums auf den Blutdruck. Sicherlich lassen auch andere (äußere) Faktoren den Blutdruck ansteigen – wie z.B. „sich selber unter Druck setzen“, also Streß. Aber so zu tun ,als ob der Blutdruck ausschließlich willkürlich von uns beeinflußbar wäre, finde ich etwas extrem.
Zu Antje möchte ich sagen, dass nicht bei jedem eine Natriumrestrktion automatisch zu einer Senkung des Blutdrucks führt. Es gibt Menschen, die „natriumsensitiv“ sind und die auf eine Einschränkung der Kochsalzzufuhr ansprechen. Insofern würde ich jedem Hypertonen zunächst empfehlen - vor dem Griff in die Pillendose - lieber erst einmal die Natriumzufuhr zu verringern. Wenn sich allerdings keine Besserung des Blutdrucks einstellt, würde ich die Kochsalzzufuhr wieder etwas liberalisieren.
Wobei ich eigentlich jedem (auch bei Normotonie = bei „normalem“/ optimalem Blutdruck) empfehlen würde, seine Speisen vorzugsweise mit weniger Salz zu würzen, statt dessen lieber mit frischen Kräutern abzuschmecken. Nicht automatisch nachzusalzen, sondern erst einmal probieren usw.
Fakt ist, wie Antje auch schon sagt, dass wir im Bundesdurchschnitt mehr als das Doppelte der von der DGE empfohlenen – und von Organismus benötigten - Menge verzehren. Eine Zufuhr von 5 – 6 g Kochsalz/ Tag sind in der Regel völlig ausreichend. (Ich kenne das auch unter dem Begriff „natriumnormierte Kost“ )
Übrigens kann sich unser Geschmack wieder an weniger salziges Essen gewöhnen. Sprich: man kann sich einen erhöhten Kochsalzkonsum (auch) wieder abtrainieren!
Fazit: Die Wirkung des Natrium auf den Blutdruck sollte weder unter- noch überschätzt werden. Es gibt auch noch andere Ansatzpunkte, die nicht vernachlässigt werden sollten, wie z.B. Gewichtsreduktion, Streßabbau, mehr Bewegung, weniger Alkohol usw.
P.S. 1 g NaCl (Kochsalz) = 400 mg Natrium
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11.02.2004, 09:35
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Hypertonie Beitrag #6
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Benutzer
Registriert seit: 20.06.2003
Beiträge: 65
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Hallo @all,
ist nicht neueren Forschungsergebnissen zufolge - aus Sicht der Biochemie - eher das K+ / Na+ -Verhältnis ein Parameter in dieser Sache?
Hat schonmal jemand Autogenes Training gemacht? Derjenige weiss aus eigener Erfahrung, wie sich allein durch die Kraft der Gedanken die Gefäße erweitern und die erst noch kalten Füße wie von Geisterhand strömend warm werden. Und dabei hat niemand geschummelt und zwischendurch Kaliumchlorid zu sich genommen. Komisch was?
Scherz beiseite: klar kann man nicht pausenlos AT machen, aber die nervöse Reizung und ihre Folgen sind nicht vom Tisch zu diskutieren. GEfäße sind ja keine Rohre, sie sind wie der Lidschlag flexibel und mal angespannnt oder entspannt.
Molekulare Erklärungen für einen Blutdruckanstieg sind sicher. Man nehme einen Tropfen Olynth (R) in die Nase, und siehe da, die GEfäße verengen sich, man kann wieder frei atmen, hat dafür aber etwas Nasenbluten. Aber Na+ ist kein Medikament, es ist ein Naturstoff. Es ist auch nicht toxisch wie Se in zu hoher Dosis.
Das Problem auf molekularer Ebene lösen zu wollen, scheitert schon im Ansatz.
Liebe Grüße
Dirk
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11.02.2004, 10:17
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Hypertonie Beitrag #7
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 20.02.2003
Ort: Ein Nordlicht in München
Beiträge: 184
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Moin Dirk, hallo an alle anderen!
Macht nicht eigentlich immer die Menge das Gift – auch bei den sog. „Naturstoffen“? Nur mal so’n Gedanke...
Ich habe übrigens schon mal Autoges Training gemacht, und damit weiß ich aus eigner Erfahrung, dass es nicht immer funktioniert mit den warmen Füßen & Co. Und ich habe auch schon mal Olynth ® genommen, aber ich hab davon noch nie Nasenbluten bekommen! Was will ich damit sagen? Nun,... jeder reagiert anders. Beim einen klappt’s, beim anderen eben nicht. Das gilt für AT, Nasentropfen und eben auch für die blutdruckbeeinflussende Wirkung des Natriums...
Ich wollte die "Macht" des Stresses auf den Blutdruck ja gar nicht wegdiskutieren! Natürlich vermag Stress zur Erhöhung des Blutdrucks beitragen – aber "er" ist nicht der „alleinige Schuldige“!
Natürlich spielt auch das Kalium – insbesondere das Natrium-Kalium-Verhältnis - eine Rolle. Meines Wissens nach ist der positive Effekt einer kaliumreichen Ernährung bei Bluthochdruck auf eine vermehrte Natrium- und Wasserausscheidung über die Niere zurückzuführen...
Wer kennt sich da (besser) aus?
Schöne Grüße![Bearbeitet am: 11/2/2004 von anya74]
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11.02.2004, 12:47
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Hypertonie Beitrag #8
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Benutzer
Registriert seit: 20.06.2003
Beiträge: 65
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Moin moin Anja und Co.,
schön, dass die Sichtweisen so unterschiedlich sein können.
Meine Überzeugung wird gestützt durch folgenden Beitrag:
Institut für Persönlichkeitspsychologie und Meditation:
http://www.i-p-p-m.de/Beratung-Therapie/Stress_burn_out1/Stress_burn-out2/stress_burn-out2.html#sympatho
<Zitat>
"Beim Bluthochdruck (Hypertonie) erzeugt das Blut, das vom Herzen durch die Arterien des Körpers gepumpt wird, zu starken Druck gegen die Arterienwände. Bluthochdruck zeigt sich kaum in äußeren Symptomen, aber er gefährdet das gesamte Herz-Kreislauf-System, weil er das Risiko für Gehirnschlag, koronare Herzkrankheit und Nierenstörungen erhöht. Nur fünf bis zehn Prozent aller Fälle von Bluthochdruck gehen ausschließlich auf somatische Faktoren zurück; der Löwenanteil entsteht durch eine Kombination von psychischen und somatischen Faktoren und wird oft als essentielle Hypertonie bezeichnet. Einige der wichtigsten psychischen Ursachen der essentiellen Hypertonie sind ständige umweltbedingte Gefährdung, chronische Wut oder deren Unterdrückung und unausgedrücktes Machtbedürfnis. Unter den somatischen Ursachen finden sich hoher Salzkonsum und gestörte Barorezeptoren - Nerven, die Blutdruck in den Arterien registrieren und dem Gehirn melden, wenn dieser zu hoch wird." <Ende Zitat>
Ich hoffe, ich hab Euer Interesse geweckt (mir ist bewusst, dass unsere Therapieansätze hierzulande Tabletten lastig sind und nur wenig bekannt gemacht wird aus dem nicht-somatischen Bereich).
Viele Grüße
Dirk[Bearbeitet am: 11/2/2004 von anya74: Ich habe mir mal erlaubt, den Link zu korrigieren!  ][Bearbeitet am: 11/2/2004 von anya74]
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