Einen schönen guten Morgen an alle!
Also,... ich denke, dass „die Wahrheit“ irgendwo mittig anzusiedeln ist! Soll heißen, Dirk verharmlost meiner Meinung nach die Wirkung des Natriums auf den Blutdruck. Sicherlich lassen auch andere (äußere) Faktoren den Blutdruck ansteigen – wie z.B. „sich selber unter Druck setzen“, also Streß. Aber so zu tun ,als ob der Blutdruck ausschließlich willkürlich von uns beeinflußbar wäre, finde ich etwas extrem.
Zu Antje möchte ich sagen, dass nicht bei jedem eine Natriumrestrktion automatisch zu einer Senkung des Blutdrucks führt. Es gibt Menschen, die „natriumsensitiv“ sind und die auf eine Einschränkung der Kochsalzzufuhr ansprechen. Insofern würde ich jedem Hypertonen zunächst empfehlen - vor dem Griff in die Pillendose - lieber erst einmal die Natriumzufuhr zu verringern. Wenn sich allerdings keine Besserung des Blutdrucks einstellt, würde ich die Kochsalzzufuhr wieder etwas liberalisieren.
Wobei ich eigentlich jedem (auch bei Normotonie = bei „normalem“/ optimalem Blutdruck) empfehlen würde, seine Speisen vorzugsweise mit weniger Salz zu würzen, statt dessen lieber mit frischen Kräutern abzuschmecken. Nicht automatisch nachzusalzen, sondern erst einmal probieren usw.
Fakt ist, wie Antje auch schon sagt, dass wir im Bundesdurchschnitt mehr als das Doppelte der von der DGE empfohlenen – und von Organismus benötigten - Menge verzehren. Eine Zufuhr von 5 – 6 g Kochsalz/ Tag sind in der Regel völlig ausreichend. (Ich kenne das auch unter dem Begriff „natriumnormierte Kost“ )
Übrigens kann sich unser Geschmack wieder an weniger salziges Essen gewöhnen. Sprich: man kann sich einen erhöhten Kochsalzkonsum (auch) wieder abtrainieren!
Fazit: Die Wirkung des Natrium auf den Blutdruck sollte weder unter- noch überschätzt werden. Es gibt auch noch andere Ansatzpunkte, die nicht vernachlässigt werden sollten, wie z.B.
Gewichtsreduktion, Streßabbau, mehr Bewegung, weniger Alkohol usw.
P.S. 1 g NaCl (Kochsalz) = 400 mg Natrium