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23.01.2013, 18:46
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Hochschul-/Uniprofile Beitrag #1
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 23.01.2013
Beiträge: 3
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Hochschul-/Uniprofile
Hallo zusammen,
zunächst möchte ich ein großes Lob aussprechen: ich finde dieses Forum super und finde es toll, hier so viel Diskussionen zu finden.
Nun zu meinem Anliegen:
Ich bin 26 Jahre alt, habe bereits einen Bachelor in BWL und 2Jahre Berufserfahrung im Bereich Marketing.
Gerne möchte ich nochmals ein Studium aufnehmen, auch mit der Perspektive, später in die Selbsständigkeit zu gehen. Hintergrund für mein Interesse an Oecotrophologie ist ein großes Imteresse an Ernährung und Gesundheit. Ich habe das Ziel, benachtiligten Menschen zu helfen. Das kann in Form einer Ernährungsberatung in sozialen Einrichtungen oder auch im Rahmen sozialer Projekte im Ausland sein.
Was hat das mit Marketing (meinem jetzigen Berufsfeld) zu tun? Nun ja, ich arbeite zum einen bei einem Bio-Nahrungsmittelhersteller und in einem sehr nachhaltig orientierten Unternehmen und habe in dem Bereich Nachhaltigkeit schon einige Projekte marketingseitig begleitet. Hier also eine Verbindung im weiteren Sinne.
Nun zu meiner Frage:
Da ich bereit bin, meinen jetzigen Wohnort nochmals zu verlassen, bin ich offen für jede Hochschule oder Uni. Ich würde in diesem Forumsbeitrag mit eurer Hilfe gerne eine Übersicht über die verschiedenen Standorte erarbeiten: a) Wo liegen Schwerpunkte der HS/Unis? b) Was zeichnet die HS/Unis aus? c) Welche persönlichen Erfahrungen haben Studenten an den HS/Unis gemacht?
Ich freue mich über einen regen Austausch und viele Anregungen und Tipps 
Liebe Grüße
Nathalia
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30.01.2013, 10:38
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Hochschul-/Uniprofile Beitrag #2
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Stuttgart
Beiträge: 139
Meine Hochule:
Uni Hohenheim
Status:
Student
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Hei Nathalia
Soweit ich das nun verstanden habe, willst du in die Ernährungsberatung. Ich bin mittlerweile im Master Ernährungswissenschaft in Hohenheim und würde dir einige Ratschläge geben.
1.) Die Unis in Deutschland, die Ernährungswisseschaften anbieten, sind in aller Regel keine Ausbildungsstätten für Ernährungsberater. Da fallen stark naturwissenschaftliche Unis wie München, Potsdam, Jena vollkommen raus.
2.) Unis, die in die Ernährungsberatung einführen, sind schwer zu erkennen. Dafür muss man die Modulktalagoge wälzen. Meistens können Wahlmodule in diesem Bereich belegt werden, z.B. Ernährungskommunikation-/psychologie etc.. Das herauszuklabüsern ist sehr schwer. Vielleicht sind da Fachhochschulen geeigneter ? Da hab ich aber leider keine direkte Erfahrung.
3.) Hast du dich schon mal mit Ausbildungen in diesem Bereich auseinandergesetzt ? Stichwort: Diätassistentin ?
4.) eigentlich mein großer Tipp: An meiner Uni hier in Hohenheim: Studiengang Ernährungsmanagement und Diätetik. https://bachelor.uni-hohenheim.de/emd
Gerade mit deiner vorherigen wirtschaftlichen Ausrichtung.
Wie wärs ? 
Grüße
Thomas
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31.01.2013, 19:45
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Hochschul-/Uniprofile Beitrag #3
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 23.01.2013
Beiträge: 3
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Hi Thomas,
danke für die Info! Tatsächlich bin ich bei meinen Recherchen bislang noch nicht auf Hohenheim gestoßen.
Das Studienkonzept klingt auf jeden Fall spannend. Die erste Frage, die sich mir bei Durchsicht der Module stellt ist allerdings, ob dieser Studiengang nicht sehr naturwissenschaftlich ausgerichtet ist, heißt, viel Bio, Chemie & Co. Wie viel Vorkenntnisse und Interesse an eben diesen "trockenen" Inhalten muss man mitbringen?
Vielleicht kannst du mir auch dazu eine kurze Info schicken!?
Viele Grüße,
Nathalia
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03.02.2013, 18:20
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Hochschul-/Uniprofile Beitrag #4
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 10.12.2007
Ort: Stuttgart
Beiträge: 139
Meine Hochule:
Uni Hohenheim
Status:
Student
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hei
hei nathalia,
also wenn du irgendwo ernährungswissenschaften an einer uni studieren wolltest, dann kannst du auf jedenfall mit mehr naturwissenschaft rechnen als du in diesem studiengang (ernährungsmanagement und diätetik) zu gesicht bekommst. du hast sogar das glück besonders beliebte naturwissenschaftliche fächer der ernährungswissenschaftler (physik und mathe !) nicht besuchen zu müssen.  es ist im grunde genommen ein abgespecktes ernährungswissenschaftliches studium. am ende muss ich sagen: wer sich mit ernährung adäquat auseinandersetzen will. also den dingen einigermaßen auf die spur kommen will, der kommt an lebensmittelchemie und biochemie nicht vorbei. was du als trocken bezeichnest, ist für andere gerade das interessante ! z.b. für mich  ich als ernährungswissenschaftler würde ganz blasphemisch für mich sagen, dass ich BWL ziemlich trocken finde. kein labor, nichts zum anfassen :P du siehst, das ist wohl ansichtssache 
wenn du absolut keine lust auf naturwissenschaft hast, dann würd ich dir aber leider leider abraten zum studium der oecotrophologie/ernährungswissenschaft/ernährungsmanagement und diätetik und auch zur ausbildung als diätassistentin.
was ist denn dein favorit bisher im uni-dschungel ?
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05.02.2013, 07:14
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Hochschul-/Uniprofile Beitrag #5
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 22
Meine Hochule:
HS Niederrhein Mönchengladbach
Status:
Absolventin
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Hallo Nathalia,
ich habe meinen Abschluss an der HS Niederrhein gemacht und kann nur meinem Vorredner zustimmen, dass viele der Studiengänge Naturwissenschaftlich geprägt sind.
Aber: Wie willst Du jemandem erklären, was er Essen soll, wenn Du die chemischen Vorgänge der Verdauung nicht kennst? Oder wie willst Du eine Statistik über die Welternährung lesen, wenn Du im Bereich Statistik keine Ahnung hast?
Ich hab' den Sinn der Fächer, wie Chemie, Mathe oder Physik (ok, hier hab ich immer noch keine Ahnung  ) auch erst im großen Zusammenhang verstanden. Auch wenn man als BWLerin oder Kauffrau (ich bin im übrigen Bankkauffrau, Oecotrophologin und mache gerade meinen Master in BWL) o.ä. diese Fächerer doch als etwas "trocken" empfindet. Sie haben Ihre Berechtigung im Studium.
So, nun möchte ich zu Deinen Fragen kommen:
a) Wo liegen Schwerpunkte der HS/Unis?
Der Studiengang an der HSNR war früher in zwei Vertiefungen gesplittet:
Lebensmittelindustrie- und handel sowie in Ernährungsberatung. Diese Splittung gibt es nicht mehr. Allerdings werden die gleichen Fächer immer noch angeboten. Unterschied ist nur, dass es jetzt nicht mehr auf dem Bachelor Zeugnis steht.
Ich selber habe Industrie gewählt und kann daher nicht sagen, ob ein Studium an der HSNR Dich per se für die Beratung qualifiziert. Aber die Grundlagen werden gelehrt.
b) Was zeichnet die HS/Unis aus?
Was möchtest Du hier wissen? Modernes Gebäude, gute Ausstattung, gute Lehrende, viele Projekte?
c) Welche persönlichen Erfahrungen haben Studenten an den HS/Unis gemacht?
Ich war der erste Bachelorjahrgang und daher war das ganze etwas unstrukturiert. 1:1 Übernahme des Diploms in den Bachelorstudiengang und etwas viel Stoff. Aber seitdem sind unsere Anregungen übernommen worden und die Prüfungsordnung ist angepasst worden. Die Lehrenden waren in der Regel gut zu erreichen und es gab feste Ansprechpartner.
Generell muss jeder seine eigenen Erfahrungen sammeln und ich würde weder Ab- noch Zuraten an meine ehemalige Hochschule zu gehen. Mittlerweile habe ich einen Vergleich und denke, dass jede Hochschule Ihre Schwächen und Stärken hat. Wichtig ist, dass der Studiengang stimmt und man seine Ziele damit erreichen kann.
Und noch ein Tipp am Rande: in Sachen Nachhaltigkeit und Ernährung würde ich mal die Seite der FH Münster durchforsten.
Viele Grüße und viel Erfolg!
Nina
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06.02.2013, 10:15
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Hochschul-/Uniprofile Beitrag #6
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 23.01.2013
Beiträge: 3
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Hallo Nina,
hallo Thomas,
vielen Dank für eure ausführlichen Antworten!
Zunächst muss ich noch richtigstellen, dass ich durchaus bereit dazu bin und auch Lust dazu habe, (nach langer Pause) wieder in naturwissenschaftliche Fächer einzusteigen. Chemie und Physik hatte ich tatsächlich seid der 10. Klasse nicht mehr. Vor diesen Fächern habe ich also Respekt aber ich schließe auch nicht aus, dass ich mich nochmals in die Materie einarbeiten kann. Bio hatte ich Leistungskurs und wirklich große Freude daran.
Nur verstehe ich es so, dass ein ernährungswissenschaftlicher Studiengang sehr viel naturwissenschaftlicher geprägt ist als das Ökotrophologie-Studium!? Unter anderem wegen meines BWL-Studiums liegt mein Interesse mehr im Bereich Haushalts- und Ernährungswissenschaften, also bei Ökotrophologie. Meine Motivation dieses Fach zu studieren ist, dass ich danach in die Ernährungsberatung evtl. auch in die Entwicklungshilfe gehen kann. Somit steht bei mir der naturwissenschaftliche Teil nicht unbedingt im Vordergrund. Neben einem allgemeinen Hochschul-Profil (so wie das von Nina. Fand ich super!) interessiert mich deswegen auch, wie es mit den Naturwissenschaften aussieht. Das aber nicht im Vordergrund. Darüber wurde in diesem Forum ja schon zur genüge diskutiert 
Nina, wie kommt es, dass nach dem Ökotrophologie-Studium einen BWL-Master nachschiebst?
Viele Grüße,
Nathalia
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07.02.2013, 07:15
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Hochschul-/Uniprofile Beitrag #7
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 22
Meine Hochule:
HS Niederrhein Mönchengladbach
Status:
Absolventin
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Guten Morgen Nathalia,
ich wollte nach meinem Studium der Oecotrophologie gerne in die Lebensmittelindustrie. Irgendwo im Bereich Category Management, Einkauf o.ä..
In meiner Bewerbungsphase habe ich schnell erkannt, dass meine Vertiefung (Lebensmittelindustrie und -handel) im Studium und meine kaufmännische Ausbildung für diese Bereiche in der Regel nicht ausreichen. Mittlerweile arbeite ich im Einkauf bei einem Backwarenhersteller und finde, dass ich meine Kenntnisse in Sachen Markttheorien etc. vertiefen sollte. Gerade die internationalen Märkte zum Beispiel Schokoladen oder Mehle sind stark volatil und abhängig von vielen Einflüssen, wie US$, Ernteerwartungen, politische Lage etc.. Hierfür habe ich das Gefühl, dass die Vertiefung meiner BWL Kenntnisse gut ist. Letzendlich wird es nicht gefordert, aber mein Wissensdurst hat mit meinem Studium nicht geendet.
Auch ich war im übrigen, wie Du in der Situation, nach Jahren wieder mit Physik, Chemie und Biologie konfrontiert zu werden. Zumindestens für meine Hochschule kann ich sagen, dass versucht wird die Leute bei Ihrem Wissensstand abzuholen und mitzunehmen...
Viele Grüße
Nina
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21.02.2013, 17:31
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Hochschul-/Uniprofile Beitrag #8
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Moderator Absolvent/in Uni Gießen
Registriert seit: 27.08.2002
Ort: Universitätsstadt Gießen in der Region Mittelhessen
Beiträge: 903
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Hochschulprofile: eine gute Idee, aber...
Hallo Nathalia,
zu Deiner einen Frage hast Du ja schon ein paar Antworten bekommen.
Als zweites hast Du ja den Vorschlag gemacht, hier im Forum für alle Standorte Hochschulprofile zu erstellen.
Ich halte das für eine gute Idee, und hatte sie als (einziger) Moderator dieses Forums auch schon. Im Prinzip haben wir ja unterhalb von http://www.oecotrophologie.de/studium-38/ ja schon Unterforen für alle Standorte. Man könnte, so dachte ich mir schon 2006, jeweils einen Beitrag machen, wo man - anhand eines "Fragebogens" mit bestimmten Kriterien die Grundlagen für jeden Studiengang inklusive der passenden Deeplinks anbietet. Diesen Beitrag "klebt" man ganz obenhin (das geht), und wenn jemand Fragen und/oder Änderungswünsche hat, schreibt er/sie das drunter.
Und jetzt schau, wie weit ich gekommen bin http://www.oecotrophologie.de/infos-...html#post18977
Mir ist dann sehr schnell aufgegangen, dass das eine Heidenarbeit ist, insbesondere der Pflegeaufwand. Wir reden immerhin von 16 Standorten.
Und durch die gestuften Studiengänge ist es nicht mehr so, dass es pro Standort einen Diplomstudiengang gibt (so wie zu meiner Studienzeit), sondern jeder glaubt sich mit x Bachelor- und y Master-Studiengängen profilieren zu müssen. Man müsste also auch regelmäßi nach Updates Ausschau halten. 
Gut, ich hätte das transparent machen und um Mithilfe bitten können, aber vielleicht habe ich mich nicht getraut?
Kurzum: ich würde das schon in Angriff nehmen (mehr als dieses eine Testprofil, das inzwischen unter Garantie hoffnungslos veraltet ist, gibt es nämlich noch nicht), wenn da mehr Leute mitmachen würden.
Viele Grüße,
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