Hallo! Dass man Pilze und Spinat nicht wieder aufwärmen darf, ist ein weit verbreitetes Ernährungsmärchen. Die gute Antwort also:
Ja, man darf Pilze und Spinat wieder aufwärmen.
Die Mär vom Pilze-Aufwärmverbot hat aber seine Gründe: Früher waren Pilze oft mit Schimmelpilzen überwuchert, die teilweise Giftstoffe produzieren und damit unsere Leber schädigen. Heutzutage sind die Pilze jedoch praktisch frei von Verunreinigungen, denn sie wachsen nicht mehr auf dem Waldboden, sondern in Zuchtbetrieben auf nahezu sterilen Bedingungen. Bei Aufbewahrung im Kühlschrank sind Pilze daher risikofrei, wenn man sie ein zweites Mal erwärmen möchte. Man denke auch an Tütensuppen (z.B. Pilzsuppe) oder Tiefkühlgerichte mit Pilzen. Diese dürften gar nicht hergestellt werden, wenn das Aufwärmen von Pilzen gesundheitsschädlich wäre.
Spinat kann ebenfalls bedenkenlos wieder aufgewärmt werden. Es befinden sich Bakterien auf dem Gemüse, die das Nitrat des Spinates in Nitrit umwandeln. Im sauren Milieu des Magens entsteht dann unter bestimmten Umständen Nitrosamin, was als Krebserregend verdächtigt wird. Um eine entsprechend wirksame Menge Nitrit herzustellen, müssen die Bakterien sich über längere Zeit vermehren und das können Sie am besten bei warmer Temperatur,, d.h. also bei längerem Warmhalten der Speisen. Also den Spinat nach dem Zubereiten schnell abkühlen, denn so haben die Bakterien keine Chance mehr. Von wieder aufgewärmten Spinat geht dann keine Gefahr mehr aus - Beispiel tiefgekühlte Spinatlasagne.
Gruss Bine