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Student/in Uni Gießen
Registriert seit: 27.04.2006
Beiträge: 15
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Hallo Strawberry,
ich kann dir zwar nur von einer Freundin berichten, die in Würzburg die Ausbildung zur Diätasistentin gemacht hat. Wir studieren beide in Giessen Ökotrophologie im 5. Semester, sie schreibt schon ihre Bachelor- Arbeit, weil sie ein paar Module von der Ausbildung her hat anerkannt bekommen ( geht inzwischen aber nicht mehr, anerkannt werden nur akademische Veranstaltungen). Was ich aber eigentlich sagen will, ist dass sie ein wesentlich tiefergreifendes Wissen über die Zusammenhänge hat, bezüglich der verschiedenen Ernährungsformen bei bestimmten Krankheiten und auch in Anatomie und Physiologie. Sie sagt, beispielsweise unsere Ernährungsphysiologie- Vorlesung sei unmöglich, das was wir in einem Semester zum Auswendiglernen vorgesetzt bekommen, hat sie in drei Jahren viel intensiver gemacht. ( ich war nie bei der Vorlesung, Skript lesen und auswendiglernen kann ich auch allein)
Sie macht das Studium, weil es schwierig ist als DA eine interessante Stelle zu bekommen, die erhalten meist Ökotrophologen, obwohl wir nicht zwangsläufig besser qualifiziert sind, ich fühle mich beispielsweise am Ende meines Studiums ( hab nur noch ein Semester) nicht befähigt, einen Patienten zu beraten, da müsste ich mich erst mal intensiv mit auseinandersetzen.
Meine Freundin ärgert sich oft darüber, dass nur danach gegangen wird, ob man einen akademischen Grad hat, obwohl die Ausbildung nicht besser ist.
Ob jetzt bei dir der Anspruch an den Unterricht anders ist als bei meiner Freundin kann ich natürlich nicht sagen, aber da ja am Ende das Staatexamen steht, müsste im Endeffekt das gleich vermittelt werden.
Inwiefern du an der Uni überfordert wirst, kann ich auch schwer sagen, wir haben keine größeren Probleme, aber bei uns läuft es in vielen Fällen auch auf stupides Auswendiglernen hinaus, das allerdings dann in enormem Umfang, so dass manchmal nicht viel wirklich hängenbleibt.
Speziell Mathe allerdings war in Ordnung, ohne Auswendiglernen sondern mit Verstehen, so dass man es gut schaffen konnte, wenn man sich wirklich damit befasst hat.
Ich will dir keineswegs hier das Studium ausreden, aber wenn ich von mir ausgehe, und nochmal vor der Frage stehen würde, was ich nach dem Abi mache, würde ich wahrscheinlich erst die Ausbildung machen, und hinterher studieren, das dauer zwar noch länger ( schwierig, gerade wegen der geplanten Studiengebühren) aber bringt erstmal gute praktische Vorraussetzungen, zumal die Ausbildung als Praktikum anerkannt wird und so in den Ferien Zeit zum Arbeiten bleibt.
Also würde ich dir raten, brich die Ausbildung nicht ab, bzw. informier dich vorher mal genau über das Studium (stehe dir auch gern für Fragen zur Verfügung).
Falls du den Eindruck bekommen hast- ich bin nicht grundsätzlich dagegen, eine Ausbildung abzubrechen, ich hab eine Ausbildung zur Köchin abgebrochen, und es bis jetzt nicht bereut. Mir macht das Studium unheimlich Spaß, einfach weil es das Thema ist, was mich am Meisten interessiert, aber die Studienbedingungen sind z.T. nicht produktiv (Vorlesungen mit z.T. 200 Personen, da bleiben Interaktion und Praxis auf der Strecke)
So, ich hoffe ich konnte dir irgendwie helfen, Gruß, Susanne
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