Ich würde immer wieder dazu raten, vor dem Studium eine Ausbildung zu machen:
Gut, bei einigen Fächern, wo man wirklich lange studiert wie z.B. Medizin, ist es wenig sinnvoll, vorher noch eine Ausbildung zu machen, aber bei den meisten anderen Fächern, wo die Regelstudienzeit ca. 8 Semester beträgt, finde ich das schon sinnvoll.
Wer Abi hat, kann zudem seine Ausbildung auf 2 Jahre verkürzen. Dann folgen 4-5 Jahre Studium und dann ist man noch lange nicht 30 oder zumindest Anfang 30.
Ich habe aus eigener Erfahrung festgestellt, dass es einem beim Studium sehr helfen kann, vorher in dem Bereich eine Ausbildung gemacht zu haben (siehe voriger Beitrag). Gut, man kann sich nicht mehr an alles erinnern, was man in der Schule gemacht hat, aber das nacharbeiten fällt dann trotzdem leichter, weil man es eben doch schon mal gehört hat.
Die Arbeitgeber legen sehr viel Wert auf praktische Erfahrung. Wer noch nie "richtig" gearbeitet hat, sondern "nur" von der Schule in die nächste Schule, nämlich der Uni/FH gegangen ist, dem fehlt oft das Verhältnis dazu, was es heisst 8 Stunden am Tag zu arbeiten. Die Arbeitswelt ist oft sehr unterschiedlich zu der "Lernwelt" an Schule und Uni.
Wer keine Ausbildung vorher machen will oder kann (gerade vielleicht auch die, die sich für danach zu "alt" wähnen), der nutzt am Besten das Praxissemester an den FH's dazu, seine Erfahrungen zu sammeln und die Ferien-bzw. Semesterjobs.